Schraubertipp: Stahlflex-Bremsleitungen (Archivversion)

Arbeiten an der Bremsanlage erfordern einige Schrauberfahrung. Den im Folgenden beschriebenen Austausch der Bremsleitungen sollten Laien daher nur im Beisein eines kompetenten Helfers in Angriff nehmen!Lenker so ausrichten, dass der Handbremszylinder waagrecht steht. Hierzu eventuell Armaturen lösen und verdrehen. Bei verkleideten Motorrädern muss in der Regel für eine gute Zugänglichkeit zum Bremszylinder die Verkleidungsscheibe demontiert werden. Tank und Verkleidungsteile zum Schutz vor überschwappender Bremsflüssigkeit großzügig mit Tüchern abdecken. Tipp: Bremsflüssigkeit ist extrem aggressiv und kann den Lack schon nach kürzester Zeit beschädigen, deshalb sollte bei Arbeiten mit Bremsflüssigkeit immer ein Eimer mit Wasser und Schwamm bereitstehen. So lassen sich mögliche Spritzer sofort nass abwischen. Nun den Deckel mit Dichtung und eventuell vorhandenem, stabilisierenden Kunststoff-Zwischenstück abnehmen (1) und auf einem sauberen Lappen ablegen. Anschließend das Bremssystem vollständig entleeren. Am einfachsten gelingt dies mit einem Unterdruck-Entlüftungsgerät. Über einen am Entlüftungsventil der Bremszange angebrachten Schlauch kann die Bremsflüssigkeit bei geöffnetem Ventil an beiden Bremszangen (bei Doppelscheiben-Bremsanlagen) bequem abgesaugt werden (2). Hat man keine Vakuumpumpe zur Hand, bleibt als Alternative nur die herkömmliche Pumpmethode (3). Allerdings verbleibt hierbei meist eine Restmenge Bremsflüssigkeit in den Leitungen, die beim Abnehmen der Bremsleitungen von den Zangen (4) sofort in einem Gefäß aufgefangen werden muss.

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