Service: Ausprobiert Gib Rost keine Chance

Mit dem Verzinkungskoffer Re-Zinc kann zu Hause professionell verzinkt werden.

Foto: Sdun
Das Re-Zinc Korrosionsschutz-Set gibt es bei der Theo Förch GmbH & CO. KG in 74196 Neustadt, Tel. 0 71 39/9 51 80, www.foerch.de, Preis: 449 Euro zzgl. Mwst.
Das Re-Zinc Korrosionsschutz-Set gibt es bei der Theo Förch GmbH & CO. KG in 74196 Neustadt, Tel. 0 71 39/9 51 80, www.foerch.de, Preis: 449 Euro zzgl. Mwst.

Mancher Bastler und Hobbyrestaurator stand sicher schon vor der Frage, wie er Metalloberflächen an seinem wertvollen Klassiker gegen Korrosion schützen soll, ob mit Zinkspray oder gegen Bares beim Galvaniseur. Mit dem Verzinkungsset „Re-Zinc“ will das Unternehmen Förch Abhilfe schaffen. Durch Elektrolyse wird auf blanke Metall-flächen eine Zinkschicht aufgetragen und die Metalloberfläche so vor Korrosion geschützt. MOTORRAD CLASSIC wollte wissen, wie es funktioniert.

Der Re-Zinc-Koffer enthält alle benötigten Utensilien: eine Stromquelle, zwei unterschiedlich große, Handhabe genannte Werkzeuge, einen Liter Elektrolytflüssigkeit, eine Kontaktplatte, Elektroden und diverse Pads zum Austauschen. Die Anwendung ist denkbar einfach: Nachdem die Handhabe und das zu verzinkende Metall über die Elektroden mit der Stromquelle verbunden sind und diese eingeschaltet ist, wird das Werkzeug zunächst mit Elektrolyt getränkt. Überflüssiges Elektrolyt abstreifen und dann mit dem feuchten Pad über das Werkstück fahren. Dabei fließt ein (ungefährlicher und nicht spürbarer) Strom und setzt die Elektrolyse in Gang. Schon nach kurzer Zeit färbt sich das blanke Metall grau, und nach wenigen Minuten ist eine fleckige Zinkoberfläche deutlich zu erkennen.

An den Stellen, wo wir das Werkstück nicht sorgfältig entrostet hatten, bildete sich keine Zinkschicht. Der Grund: Wo kein Strom fließen kann, findet auch keine Elektrolyse statt.  Bei unseren Versuchen fiel auf, dass der Umgang mit der großen Handhabe deutlich effektiver war als mit der kleinen. Bei letzterer setzte die Reaktion teils erst nach längerer Zeit ein. Engen Winkeln und Bohrungen ist mit beiden Werkzeugen dagegen nicht gut beizukommen.

Re-Zinc lässt sich nicht nur für Reparaturen verwenden, sondern auch für die nachträgliche Verzinkung von rostgefährdeten Teilen. Die Flächen können direkt weiter verarbeitet werden. Nach Angaben des Herstellers haften Schwemmzinn, Spachtelmasse, Füller und Farben sofort auf der Schicht.

Insgesamt ist das Re-Zinc-Set eine tolle Sache, denn es bietet alle Vorteile eines professionellen galvanischen Korrosionsschutzes. Der Wermutstropfen: Das Set kostet rund 535 Euro und rentiert sich deshalb wohl eher für Kleinbetriebe oder professionelle Fahrzeug-Restauratoren.

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Foto: Sdun
Schritt 1
Schritt 1

Schritt 1

Zunächst das zu verzinkende Werkstück und die so genannte Handhabe mit Klemmen an die Stromquelle anschließen.

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Schritt 2
Schritt 2

Schritt 2

Zwischen Handhabe und Metallstück fließt Strom, die Elektrolytflüssigkeit sorgt für die chemische Reaktion.

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Schritt 3
Schritt 3

Schritt 3

Das Handhabe genannte Werkzeug in Elektrolyt tränken, Überflüssiges am Rand der Schale abstreifen. Vorsicht: Handschuhe nicht vergessen!

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Schritt 4
Schritt 4

Schritt 4

Mit dem getränkten Pad gleichmäßig über das Werkstück reiben. Die Reaktion ist bald als grauer Belag sichtbar.

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Schritt 5
Schritt 5

Schritt 5

Mit der großen Handhabe können auf gleiche Weise in kurzer Zeit umfangreichere Flächen verzinkt werden.

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Schritt 6
Schritt 6

Schritt 6

Vorbereitung ist alles: Wo das Metall schlecht entrostet ist, kann kein Strom fließen und sich keine Zinkschicht bilden.

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