So testeten ADAC und MOTORRAD

Neben den relativ problemlosen Praxis-Prüfungen wie Koffer/Träger-Verbindung, Diebstahlsicherung, Tragbarkeit, Sitzkomfort Sozius und ähnliches, führten der ADAC und MOTORRAD einige sehr zeitaufwendige Test durch. Dazu gehören die Fahrprüfungen sowie die Überprüfung der Wasserdichtigkeit, die mit einem mit Wasserdüsen ausgestatteten Gebläse erfolgte. Hierbei mussten die Koffersysteme rund eine Stunde einem simulierten Regenschauer trotzen.Für die Schlagprüfung fertigten die Zweiradexperten des ADAC eigens eine Vorrichtung, mit der die bei einem Umfaller des Motorrads auftretenden Kräfte nachempfunden wurden. Die Träger überstanden den Norm-Umfaller nahezu schadlos – einige Koffer nicht. So schleuderte es den K 3-Koffer von Krauser komplett aus seiner Halterung, und das K 38-Modell von Givi zerbarst in zwei Teile. Da Koffer jedoch dem Transport dienen und nicht die Maschine bei einem Umfaller schützen müssen, wertet MOTORRAD das Kriterium Schlagprüfung lediglich dreifach, wohingegen beispielsweise die Wasserdichtigkeit mit einer sechsfachen Gewichtung in die Endbewertung einfließt. Nachfolgend eine Auflistung aller Kriterien, die sich teilweise aus mehreren Unterkriterien ergeben, in Klammern die zugehörige Gewichtung bei der Gesamtbewertung:Montageanleitung (2), Montageaufwand (4) Passgenauigkeit (2), Träger-Verarbeitung (2), Verschlüsse (3), Stabilität (2), Beladen (3), Koffer-Schließmechanismus (4), Tragbarkeit (1), Sitzkomfort Sozius (1), Sitzbankschloss erreichbar (1), Diebstahlschutz (2), Koffer-Verarbeitung (3), Fahrverhalten (6), Schlagprüfung (3), Wasserdichtigkeit (6).

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