So wurde getestet und bewertet

Beim Test der Motorrad-Komplettreiniger arbeitete MOTORRAD mit dem Labor für Umwelt- und Produktanalytik der Dekra Umwelt GmbH zusammen. Die neutralen und unabhängigen Sachverständigen Dr. Roland Ackermann und Stefan Thomann untersuchten die verschiedenen Produkte nicht nur im Labor, sondern testeten auch die Reinigungsleistung und Materialverträglichkeit der Testteilnehmer praxisgerecht an zwei identischen Motorrädern vom Typ Yamaha YZF-R6.Zur Ermittlung der Reinigungsleistung wurden an verschiedenen Stellen der zuvor gründlich gesäuberten Motorräder so genannter Ganzjahres-Testschmutz, bestehend aus Ruß, Fetten, Ölen und Staubinhaltsstoffen sowie Insekten-Testschmutz aus angedickten Fliegenlarven aufgebracht und angetrocknet. Anschließend erfolgte die Reinigung nach Herstellerangaben, indem der Reiniger aufgesprüht und nach einer Einwirkzeit zwischen einer und fünf Minuten mit einem starken Wasserstrahl wieder abgespült wurde. Nach der Beurteilung der Schmutzablösung per Augenschein (Gewichtung der beiden Schmutzarten jeweils 50 Prozent) erfolgte ein weiterer Reinigungsvorgang unter Verwendung eines Schwammes. Die Ergebnisse beider Reinigungsvorgänge flossen jeweils zur Hälfte in das Gesamturteil zur Reinigungsleistung ein. Die Materialverträglichkeit der zwölf Reiniger untersuchten die Tester von Dekra Umwelt ebenfalls an den Yamaha. Hierbei wurden kleine, quadratische Zellstoffstücke mit jeweils einem Reiniger getränkt, auf Testflächen verschiedener Materialien aufgebracht und nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten bei Umgebungstemperatur visuell auf Verträglichkeit mit Werkstoffen wie Aluminium, Kunststoff oder Lack untersucht. Daran schloss sich ein weiterer Durchgang an, bei dem die getränkten Zellstoffstücke über Nacht rund 16 Stunden auf den verschiedenen Testflächen verbleiben mussten. Dieser Test sollte Auskunft darüber geben, was geschieht, wenn ein Reiniger nicht oder nicht gründlich abgespült wird. Die Resultate des Langzeittests flossen jedoch nicht in die Beurteilung der Materialverträglichkeit ein.In der Endwertung wurden die Reinigungsleistung und Materialverträglichkeit im Verhältnis eins zu eins gewichtet. Reiniger, die zwar mit guter Wirkung aufwarten, aber Fahrzeugteile stark angreifen, kommen deswegen über ein »bedingt empfehlenswert« nicht hinaus.

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