So wurde getestet

In aufwendigen Laborversuchen belasteten die Dekra-
Experten die 13 Testbatterien bis an ihre Grenzen. Hier die einzelnen Prüfungen im Detail.

Für den Vergleichstest wurden bei den Anbietern jeweils zwei Batterien (12 V/12 Ah) geordert, um bei einem Defekt oder Lagerfehler auf das Reserve-Exemplar ausweichen zu können. Alle Akkus durchliefen exakt dieselben Prüfungen im Labor für Umwelt- und Produktanalytik der Dekra Umwelt GmbH in Stuttgart. Die Resultate der Einzelprüfungen wurden unterschiedlich gewichtet. Entscheidendes Kriterium war das Kaltstartverhalten, welches 50 Prozent des Endergebnisses ausmachte, gefolgt vom Prüfpunkt Tiefentladung (30 Prozent), dem Rütteltest (15 Prozent) und der Kapazitätsmessung (5 Prozent). Kapazitätsmessung: Die ge-ladene Batterie wird nach einstündiger Wartezeit mit einer Stromstärke von einem Zwanzigstel der Nennkapazität, also 0,6 Ampere, konstant entladen, bis die Spannung auf 10,5 Volt abgesunken ist. Die hierbei ermittelte Zeitspanne multipliziert mit dem Entladestrom ergibt die tatsächliche Kapazität in Ah (Amperestunden).Tiefentladung: Die voll geladene Batterie wird nach einstündiger Wartezeit mit einer 60-Watt-Halogenlampe so lange belastet, bis die Spannung auf sechs Volt abgesunken ist. Bei einer solch geringen Spannung liefert die Batterie nicht mehr genügend Strom für den Anlasser, das Motorrad kann nicht mehr gestartet werden. Die Zeitspanne bis zum Abfall auf sechs Volt wird gemessen und aufgezeichnet. Danach wird die Batterie weiter entladen, bis die Spannung unter ein Volt fällt. Nach dem unmittelbar folgenden einstündigen Ladevorgang wird geprüft, ob die Batterie wieder den Sollwert von zwölf Volt erreicht und in der Lage ist, das Motorrad zu starten. Der Startversuch erfolgt mit 50 A (Ampere).Kaltstartversuch: Die frisch geladene Batterie wird 24 Stunden bei minus 20 Grad Celsius gelagert. Dann wird sie mit einem Entladestrom von 50 Ampere genau 30 Sekunden lang belastet. Damit wird die Stromaufnahme eines Anlassers simuliert. Darauf folgt eine Ruhepause von 60 Sekunden. Dieser Zyklus wird so lange wiederholt, bis die Spannung unter sechs Volt abfällt. Bewertet wird die Anzahl der vollständig absolvierten Startversuche mit jeweils 30 Sekunden.Rüttelfestigkeit: Die komplett ge- ladene Batterie wird 24 Stunden gelagert. Dann wird sie auf einer Rüttelapparatur befestigt und zwei Stunden lang einer vertikalen Schwingung von 30 Hertz ausgesetzt. Differieren die Messwerte der Klemmenspannung vor und nach Beendigung des Versuchs, so ist dies ein Indiz für eine mechanische Beschädigung der Bleizellen, die in der Folge zum Ausfall der Batterie führt.

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