Stoßdämpfung (Archivversion) Auf dem Fallprüfstand des TÜV Rheinland

Traditionell führte MOTORRAD die Stoßdämpfungsprüfungen nach ECE R 22.05 mit freundlicher Unterstützung der Helmexperten des TÜV Rheinland auf deren Fallprüfstand in Köln durch. Außerdem wurde wie bei vergangenen Tests im besonders kritischen Temperaturbereich von minus 20 Grad Celsius und mit dem dabei vorgeschriebenen flachen Amboss geprüft. Der Grenzwert für die dabei auftretende Beschleunigung, die Sensoren im Inneren des Messkopfs aufnehmen, darf 275 g nicht überschreiten. Der vom Computer aus dem Beschleunigungsverlauf berechnete HIC-Wert (Head Injury Criterion – ein Maß für die zu erwartenden Schädel-Hirn-Verletzungen) darf maximal 2400 betragen.

Wie von der Norm verlangt, wurden sämtliche Testhelme der Größe M (57/58) an Stirn, rechter und linker Helmseite, Scheitel und Hinterkopf geprüft. Die Fallhöhe, aus der die Helme auf den Amboss knallen, liegt bei etwas über drei Metern, die verlangte Aufprallgeschwindigkeit muss mindestens 7,5 m/s betragen und wird mit Hilfe einer Lichtschranke kurz vor dem Aufprallpunkt gemessen. Die erzielten Ergebnisse können sich sehen lassen. Zwar liegen bei zwei Kandidaten einer (HJC) beziehungsweise zwei (Ixs) HIC-Werte über dem laut Norm zulässigen Grenzwert, doch eine behördliche Nachprüfung, bei der Überschreitungen bis zu zehn Prozent (also maximal 2640 HIC) zulässig sind, hätten auch sie bestanden. MOTORRAD indes wertet härter und verhängt dafür einen Punktabzug. Besonders erfreulich präsentieren sich die Durchschnittswerte des Shoei J-Wing, die unter 200 g sowie unter 1600 HIC bleiben. 19 von 20 möglichen Punkten sind der Lohn.

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