Tankrucksäcke für Enduros: Test (Archivversion) Sportskanone

Tankrucksäcke sind für den harten Enduro-Einsatz wenig geeignet

Was ein richtiger Enduro-Fahrer ist, der führt immer dann, wenn es auf Tour geht, eine ganze Menge Ausrüstungsgegenstände mit sich: Werkzeug und Montierhebel, Luftpumpe und Flickzeug, Landkarte, Regenbekleidung, etwas zu trinken und einen Happen zu essen für unterwegs. Zu viel Material, um in einer Jacke unterzubringen. Also muß ein geeignetes Behältnis her. Rucksack oder Tankrucksack, das ist hier die Frage.Endurofahren ist zwar nicht mit Cross-Fahren gleichzusetzen, was Sprünge und dergleichen anbelangt, stellt aber bei Steilauffahrten, Bachdurchfahrten und engen Kehren ebenfalls hohe Anforderungen an Fahrer und Maschine.Ausladende Tankrucksäcke beschränken die Bewegungsfreiheit dermaßen, daß kaum an vernünftiges und sicheres Fahren zu denken ist. Wer dann in kniffligen Situationen auch noch darauf achten muß, seinen Tankrucksack nicht zu verlieren, weil die Befestigungsmöglichkeiten unzureichend sind, wird im Gelände keinen Spaß haben. Ganz davon zu schweigen, daß ein beladener, zur Seite verrutschter Tankrucksack das Fahrverhalten eines Motorrads nicht gerade verbessert. Wenn man in engen Kehren nicht weit genug zum Lenker vorrutschen kann, wird man mehr durch die Kurven eiern, als daß man eine schöne Spur fahren könnte - und an einen kontrollierten Drift ist gleich gar nicht zu denken.Mit Riemen verzurrte Tankrucksäcke sind teilweise gerade noch akzeptabel, während nur mit Magneten gesicherte Tankrucksäcke völlig ungeeignet sind und meist schon nach wenigen Metern im Gelände verlorengehen.Deshalb: Für die Fahrt an den Urlaubsort - zumindest dann, wenn sie über geteerte Straßen erfolgt - verrichtet ein Tankrucksack gute Dienste. Geht es aber ins Gelände, wo schwierige Passagen viel Bewegungsfreiheit erfordern, dann sollte man sich eines herkömmlichen Rucksackes bedienen, um seine Utensilien für die Tagesetappe zu transportieren. Ausgestattet mit zwei Schulterriemen und einem Bauchgurt, bleibt der auch in den schwersten Sektionen und auf den wildesten Holperstrecken an seinem Platz - auf dem Fahrerrücken.

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