Test: BMW Systemhelm 5 mit WCS 1

Fazit: teurer, drahtloser Helm-
Kommunikationssystem-Verbund.
Für Puristen ein Graus, für Quasselstrippen eine neue Dimension des Motorradfahrens

Ein echter Bonus: Mittels der BMW-WCS 1-Klapphelme können über das drahtlose, unkomplizierte Blue-Tooth-Funksystem Hinweise zu Streckenführung, Fotomotiven oder Tankstopps übermittelt werden. Auch ein längerer Plausch ist aufgrund annehmbarer Übertragungsqualität ohne viel Rauschen oder Knacken möglich. Bei schnellen Autobahnfahrten wird die Kommunikation aufgrund lauter Fahrgeräusche indes erschwert. Die Reichweite des WCS 1 beträgt laut Hersteller lediglich zehn Meter, auf Tour funktionierte die Übertragung jedoch meistens noch in 30 bis 40 Meter Abstand. Die Handhabung der komplett im Systemhelm 5 integrierten Audioanlage (auch Nachrüstung möglich) ist einfach: System durch zweimaligen Knopfdruck aktivieren, lossprechen, fertig. Nervig ist allerdings das Ein- und Ausschalten sowie die Lautstärkenregulierung während der Fahrt. Die flachen Folientasten lassen sich kaum mit Motorradhandschuhen bedienen. Zum Lieferumfang gehört ein Ladegerät für den Akku, der erst nach etwa sechs Stunden Dauerbetrieb langsam schlapp macht. Ärgerlich: Bei beiden Testhelmen riss das Helm-Innenfutter am Kinnriemen. Laut BMW ist dieses lediglich aus der ersten Produktionsserie bekannte Problem behoben – das Wangenpolster von betroffenen Helmen wird im Schadensfall kostenlos ausgewechselt.

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