Test Kettensprays (Archivversion)

Schmieren-Theater

Seid ihr alle da? Ja, zischelten die zwölf Kettensprays, die MOTORRAD zum Test geladen hatte.

Es wurde ja wirklich wieder einmal Zeit. Der letzte MOTORRAD-Test von Kettensprays liegt tatsächlich 15 Jahre zurück (Heft 9/1982). Warum traute sich da so lange keiner mehr dran? Der Autor dieser Zeilen kennt jetzt die Antwort: Die humorvollen Kollegen sind’s, die einen Tester von Kettensprays an den Rand des Irrsinns treiben können. Denn spätestens, wenn der zweiundzwanzigste Neugierige sich nach Sinn und Zweck blubbernder Meßbecher auf der Büro-Fensterbank erkundigt und spontan als Urinproben deklariert, beginnt selbst die Gesichtsmuskulatur des abgebrühtesten Testers unkontrolliert zu zucken. Doch was soll’s, nun ist es endlich vollbracht.MOTORRAD wählte aus dem großen Angebot von Kettensprays zwölf Fachhandel-Produkte aus, natürlich mußten hier auch die neuen weißen Mittel und Teflon-Sprays dabei sein. Für die Testreihen wurden pro Schmiermittel fünf Dosen benötigt, diese wurden von den Anbietern zur Verfügung gestellt.Was für Anforderungen muß ein modernes Kettenspray eigentlich erfüllen? In erster Linie muß es natürlich schmieren, daran hat sich nichts geändert. Bei den heute selten gewordenen Standardketten muß das Schmiermittel tief in die Kettenglieder zwischen Niet und Hülse und Hülse und Rolle eindringen und dort verschleißmindernd wirken. Aber auch bei den fettgefüllten O- oder X-Ring-Ketten ist an den äußeren Rollen der Kettenglieder ständige Nachschmierung erforderlich. Und, egal welche Bauart, zwischen Kette und Kettenrad beziehungsweise Ritzel muß sowieso geschmiert werden. Daraus ergibt sich: Eine gute Kriechfähigkeit ist bei den heute meist verwendeten O-Ring-Ketten nicht mehr ganz so wichtig.Weiterhin sollte ein Kettenspray Oberflächenrost der Kette verhindern. Und das beste Spray nutzt nichts, wenn es sich nicht auf der Kette haften bleibt, das heißt, es sollte sich weder durch hohe Geschwindigkeiten leicht abschleudern noch durch Regenfahrten wehrlos abspülen lassen. Es darf die O-Ringe nicht angreifen und sollte nicht klebrig sein, um während des Fahrbetriebs möglichst wenig schmirgelnden Schmutz zu binden. Und außerdem schätzt es der Verbraucher, wenn das Spray möglichst ergiebig ist, also eine Dose jede Menge Anwendungen hergibt, eine Anwendung viele hundert Kilometer vorhält und zudem möglichst preisgünstig ist.Es ergibt sich schon aus dieser Aufzählung, daß es unmöglich ist, all diese Kriterien allgemeingültig und mit vertretbarem Aufwand im normalen Fahrbetrieb zu testen. Dies hätte nämlich bedeutet, zwölf gleiche Motorräder im Pulk (um stets gleiche Bedingungen zu erfüllen) über eine Teststrecke von ungefähr 25 000 Kilometer (der durchschnittlichen Lebensdauer einer O-Ring-Kette) zu bewegen. So mußte sich MOTORRAD etwas anderes einfallen lassen: Einige Kriterien konnten im Labor getestet werden, andere im praktischen Versuch und einige wenige eben gar nicht.Zunächst zu den Laborversuchen. Die Prüfpunkte Abschleuderverhalten und Schmierfähigkeit wurden bei einem unabhängigen Prüfinstitut in Clausthal-Zellerfeld, der Ingenieursgesellschaft für Triebwerkstechnik (IFT), in Auftrag gegeben. MOTORRAD beschaffte dafür zwölf nagelneue Afam-Kettenkits für die weitverbreitetete Suzuki GS 500 E. Um überhaupt einen Verschleiß bewerten zu können, wurden Standard-Rollenketten bestellt. O-Ring-Ketten hätten eine zu hohe Lebensdauer gehabt - dennoch sind die Testergebnisse übertragbar.Für die Prüfung des Abschleuderverhaltens ließen die Clausthaler zunächst die frisch eingesprühten Ketten ohne Ablüftzeit nach einem festgelegten Zyklus laufen (siehe dazu Kasten Seite 196). Für einen zweiten Lauf gönnte IFT den eingesprühten, vorher wieder entfetteten Ketten 30 Minuten Ablüftzeit - der längsten vorgeschriebenen Zeit, die sich auf den Dosen fand. Wenig überraschende Erkenntnis dieses Vergleichs: Bei zu kurzer Ablüftzeit wird ein großer Teil des kostbaren Wirkstoffs sofort bei Antritt der Fahrt wieder abgeschleudert. Besonders empfindlich reagieren die Sprays von Castrol, Sonax, Bel-Ray und Roadrunner, wenn ihnen keine Zeit gegeben wird - die Verluste gegenüber dem Lauf mit Ablüftzeit lagen um bis zu 39 Prozent höher.Nach diesem zweiten Lauf wanderten die Ketten samt ihren zugehörigen Ritzeln und Kettenrädern auf einen anderen Prüfstand zum Test des Schmierverhaltens. Da die Ketten nach dem zweiten Abschleudertest nicht mehr entfettet wurden, waren die Ketten jetzt schon mit ihrem Spray eingelaufen. Die hohe Belastung im Fahrbetrieb wurde durch eine gewichtsmäßige Verspannung der Kette simuliert. Die Ketten liefen in einem festgelegten Zyklus (siehe Kasten Seite 198) über fünf Stunden, währenddessen wurden von einem Meßschreiber unter anderem der Absinkweg des Hebelarms und die Stromaufnahme des Antriebsmotors als Maß für die Verlustleistung überwacht. Eine Essenz am Rand für Rennfahrer: Die Mittel von Dr. Wack, D.I.D und HKS bewirkten die geringste Verlustleistung im Mittel, mit ihnen laufen die Ketten am leichtesten.Nicht alle Ketten hielten jedoch die angepeilten fünf Stunden durch: Die Versuche mit AS, Motostar und Roadrunner mußten wegen zu hohem Verschleiß schon nach rund vier Stunden vorzeitig abgebrochen werden. Ganz anders die Ketten, die mit den Mitteln von Castrol, Dr. Wack, Fuchs und Sonax behandelt waren: Sie waren auch nach dem Fünf-Stunden-Test noch fettig und leichtgängig.Während in Clausthal die Kettenräder rotierten, führte MOTORRAD einige Tests in Heimarbeit durch. Für die Ermittlung des Kriechvermögens dienten zwei simple Stahlplatten in der häuslichen Garage des Autors, der Meßaufbau zur Prüfung von Korrosionsschutz und Abspülverhalten zierte viele Wochen seinen Schreibtisch (siehe Kasten Seite 200). Um die mögliche Anzahl der Anwendungen, die aus einer Dose herauszuquetschen sind, zu ermitteln, wurden die vollen Dosen gewogen, jeweils von verschiedenen Personen einmal benutzt, wieder gewogen, ganz leergesprüht, noch einmal gewogen und aus diesen Gewichten die Zahl der Anwendungen errechnet (siehe Abschlußwertung Seite 202 und 203). Diese Werte können jedoch nur als grober Anhaltspunkt und für vollkommen trockene Ketten gelten, sagen also nichts darüber aus, nach wieviel Kilometern die Kette nachgesprüht werden muß - und wurden daher nicht bewertet.Auch die O-Ring-Verträglichkeit blieb außen vor. Es ist davon auszugehen, daß moderne Sprays diese Hausaufgabe mittlerweile beherrschen, schließlich fielen in diesem Punkt selbst vor 15 Jahren von elf Produkten nur drei aus dem Rahmen.Bleibt noch der Punkt Klebrigkeit. Sicher ist es sinnvoll, daß ein Spray sich trocken anfühlt und damit weniger Schmutz als ein klebriges Mittel bindet - theoretisch haben hier die Teflon-Sprays von Polo und Roadrunner also die Nase vorn. Doch selbst durch ausgedehnte Enduro-Fahrversuche ließ sich kein gravierend sichtbarer Unterschied zu herkömmlichen »fettigen« Produkten feststellen. Kann sein, daß sich die Unterschiede in noch staubigerer oder sandigerer Umgebung stärker ausprägen, aber was ist schon Normdreck oder Standardstaub? Wegen dieser Frage schied auch eine Labormessung aus, daher wurde dieses Kriterium ebenfalls nicht bewertet.
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Kettenspray-Test (Archivversion) - Die Testkandidaten

Je Kastentext 206 Zeichen
1:ASKettensprayPreis: 300 ml 8,90 MarkAnbieter: Louis, Rungedamm 35, 21027 Hamburg, Telefon 040/734193602:Bel-RayMC-2 KettensprayPreis: 400 ml 17,55 Mark, 250 ml 13 Mark, 50 ml 7,50 MarkBesonderheit: weißes SprayAnbieter: TOTAL Deutschland GmbH, Kirchfeldstraße 61, 40217 Düsseldorf, Telefon 0211/905703:CastrolKettenspray O-RPreis: 300 ml 13,75 Mark, 50 ml 7,75 MarkBesonderheit: weißes SprayAnbieter: Deutsche Castrol, Esplanade 39, 20303 Hamburg, Telefon 040/3594014:D.I.DChain LubePreis: 300 ml 29,50 MarkBesonderheit: weißes SprayAnbieter: Difi, Oldenburger Straße 65, 26316 Varel, Telefon 04451/9152005:Dr. WackS 100 weißes KettensprayPreis: 400 ml 24,95 Mark, 50 ml 7,95 MarkBesonderheit: weißes Spray, mit Teflon*Anbieter: Dr. O.K. Wack Chemie, Bunsenstraße 6, 85053 Ingolstadt, Telefon 0841/63506:FuchsRacing Kettenspray weißPreis: 300 ml 16 MarkBesonderheit: weißes SprayAnbieter: Fuchs Lubritech, Hans-Reiner-Straße 7-13, 67685 Weilerbach, Telefon 06374/9245)7:HKSPlus extra long lifePreis: 300 ml 39 MarkBesonderheit: rotes Spray (H. G. Czech, Einsteinstraße 7a, 41464 Neuss, Telefon 0 21 31/98 02 82, Fax 0 21 31/8 41 42)8:MotostarHochleistungs-KettensprayPreis: 400 ml 11,80 Mark, 150 ml 9,50 MarkAnbieter: Difi, Oldenburger Straße 65, 26316 Varel, Telefon 04451/9152009:PoloRacing Dynamik Teflon KettensprayPreis: 200 ml 9,90 MarkBesonderheit: Teflon-SprayAnbieter: Polo, Erftstraße 1, 40219 Düsseldorf, Telefon 0211/979010:RoadrunnerProfi Dry LubePreis: 380 ml 29,90 MarkBesonderheit: Teflon-SprayAnbieter: Roadrunner Profi Products, Mühlstraße 1a, 67707 Schopp, Telefon 06307/403111:SonaxMotorrad-Kettenspray mit verstärkter SchmierwirkungPreis: 300 ml 19,40 MarkAnbieter: Hoffman Sonax, Münchener Straße 75, 86633 Neuburg, Telefon 08431/53012:TMSpezial-KettensprayPreis: 400 ml 17,90 Mark, 50 ml 7,90 MarkBesonderheit: mit Teflon*Anbieter: Meneks, Nersinger Straße 10, 89275 Elchingen, Telefon 07308/3077Fußnote:*laut Dosen-Aufschrift

Schmiervermögen (Archivversion)

Für diesen Test kamen wieder die Ketten aus dem Abschleudertest zum Einsatz. Sie wurden nicht noch einmal entfettet - so hatte die Kette Gelegenheit, sich mit dem entsprechenden Spray einzulaufen -, sondern lediglich wieder mit »ihrem« Mittel nach Vorschrift neu eingesprüht.Nach 30 Minuten Ablüftzeit erfolgte die Montage auf dem Prüfstand, anschließend begann der Testzyklus: 30 Minuten mit 1000/min Ritzeldrehzahl (entspricht rund 50 km/h) und 24 Kilogramm Belastung des Hebelarms, dann 30 Minuten mit 2000/min (100 km/h) und 48 Kilogramm und zuletzt vier Stunden mit 3000/min (150 km/h) und 48 Kilogramm mußten die Ketten über sich ergehen lassen. Nach einer Laufzeit von 2,5 Stunden wurde die Kette nachgeschmiert. Nur durch den Einsatz von Standardketten und die Verspannung mittels Gewichten ließ sich die Testdauer in vertretbarem Rahmen halten - ein Verfahren übrigens, das auch in der Industrie Verwendung findet.Nach dem Testlauf, dem Auskühlen der Kette und der Demontage der Gewichte war der Hebelarm, resultierend aus der Längung der Kette, abgesunken. Rein informativ: Aus diesem Absinkweg ließ sich die Zunahme des Achsabstands errechnen, also das Maß, um das das Hinterrad für die erneute Einstellung der korrekten Kettenspannung nach hinten gezogen werden müßte. Für die Punktevergabe zog MOTORRAD wegen der größeren Streuung der Werte die Durchbiegung der Kette heran.

Korrosionsschutz/Abspülverhalten (Archivversion)

Jeweils drei Stahlstäbe wurden mit Aceton entfettet, satt rundherum mit jeweils demselben Spray eingesprüht und zwei Stunden »abgehangen«. Anschließend erfolgte eine 48stündige Spülung in frischer, fünfprozentiger Natriumchlorid-Lösung - denn Salz beschleunigt die Rostbildung. Ein Magnetrührer sorgte durch die in den Bechern rotierenden Rührstäbchen für eine ständige Umströmung der Teststäbe und Umwälzung der Lösung.Nach Ablauf der zwei Tage wurden die Stäbe entnommen, wieder entfettet, fotografiert und schließlich der Korrosionsgrad bewertet - gleichzeitig ein Maß sowohl für den Rostschutz als auch für die Abspülresistenz des Schmiermittels bei Regenfahrten.

Kriechvermögen (Archivversion)

Zwei Stahlplatten mit einer Überdeckungsfläche von 30 mal 30 Zentimetern wurden mit jeweils einem Körnerpunkt markiert, damit sie bei jedem Spray in der gleichen Position lagen. Dann wurde der Spalt zwischen den Platten zweimal hintereinander eingesprüht, anschließend bekam das Spray 20 Minuten Zeit, zwischen die Platten zu kriechen. Nach Ablauf dieser Zeit und nach Entfernen der oberen Platte wurde die Kontur des eingekrochenen Sprays auf Millimeterpapier übertragen - die größe Eindringtiefe an dieser Kontur zählte.

Praxisbewertung (Archivversion)

Nicht nur die rein technischen Eigenschaften eines Kettensprays sind wichtig. Ebenso zählt zum Beispiel, ob ein Mittel gut dosierbar und der Strahldruck angenehm ist, ob sich die Abtropfverluste beim Aufsprühen in Grenzen halten und ob sich die Dose ohne Probleme komplett bis zur Neige leeren läßt. Die Zahl der möglichen Anwendungen (siehe Abschlußbewertung auf Seite 203) wurde zwar ermittelt, aber nicht bewertet.Bezeichnung Eigenschaften PunkteAS Transparentes Spray, befriedigend sichtbar. Sprührohr mit einem Zentimeter sehr kurz. Guter Strahldruck, geringe Abtropfverluste. Dose sprotzt kurz vor Schluß, läßt sich nur senkrecht leersprühen 3Bel-Ray Weißes Spray, gut sichtbar. Sprührohr mit zwei Zentimetern recht kurz. Sehr guter Strahldruck, kaum Abtropfverluste. Druck nimmt gegen Ende deutlich ab 8Castrol Weißes Spray, gut sichtbar. Sprührohr mit 1,5 Zentimetern recht kurz. Sehr guter Strahldruck, geringe Abtropfverluste. Dose läßt sich nur senkrecht komplett leeren 6D.I.D Schneeweißes Spray, hervorragend sichtbar. Sprührohr mit 9,5 Zentimetern schön lang. Sehr guter Strahldruck, kaum Abtropfverluste. Dose läßt sich nur senkrecht komplett leersprühen 9Dr. Wack Weißlich transparentes Spray, befriedigend sichtbar. Sprührohr mit 2,5 Zentimetern etwas kurz. Sehr guter Strahldruck, kaum Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 7Fuchs Weißlich transparentes Spray, befriedigend sichtbar. Sprührohr mit einem Zentimeter sehr kurz. Sehr guter Strahldruck, kaum Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 7HKS Orangefarbenes Spray, hervorragend sichtbar. Sprührohr mit einem Zentimeter sehr kurz. Zu hoher Strahldruck, kaum Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 8Motostar Transparentes Spray, befriedigend sichtbar. Sprührohr mit 1,5 Zentimetern recht kurz. Zu hoher Strahldruck, geringe Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 5Polo Farbloses Spray, daher schlecht sichtbar. Sprührohr mit einem Zentimeter sehr kurz. Sehr guter Strahldruck, kaum Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 6Roadrunner Farbloses Spray, daher schlecht sichtbar. Sprührohr mit 12,5 Zentimetern schön lang. Sehr guter Strahldruck, geringe Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 6Sonax Transparentes Spray, befriedigend sichtbar. Gut: auswechselbare Sprührohre (ein und 14,5 Zentimeter). Sehr guter Strahldruck, kaum Abtropfverluste, läßt sich problemlos leeren 8TM Weißlich transparentes Spray, befriedigend sichtbar. Sprührohr mit einem Zentimeter sehr kurz. Guter Strahldruck, kaum Abtriopfverluste. Sprühdruck läßt gegen Ende deutlich nach 6

Ketten brauchen Pflege (Archivversion)

Vernachlässigte Ketten haben eine deutlich kürzere Lebensdauer als gepflegte Exemplare, können im Extremfall sogar reißen. Daher tut regelmäßige Pflege not:Lieber häufig und sparsam als selten und dick einsprühen - das überschüssige Mittel fliegt sonst schnell wieder ab.Eingesprüht wird die Kette hauptsächlich am unteren Trumm von innen, auf der Außenseite reicht es, eine Umdrehung überzuhauchen.Ab und an vor dem Einsprühen die Kette reinigen, sonst schmirgelt der anhaftende Dreck auf Dauer die O-Ringe flach, und die Dauerfettfüllung geht flöten. Für die Reinigung bieten einige Hersteller von Kettensprays mittlerweile spezielle Mittel an, zum Beispiel Fuchs und TM.

Abschleuderverhalten (Archivversion)

Jedem Spray wurde sein »eigenes« Kettenkit zugeteilt. Die neuen Ketten wurden im Ultraschallbad entfettet, gewogen, mit vier Strichen (immer von derselben Person bei IFT) nach Vorschrift eingesprüht, gewogen und anschließend montiert. Nach dem Testzyklus (zwei Minuten mit 1000/min, zwei Minuten mit 2000/min und 30 Minuten mit 3000/min - alles ohne Last) wurde die Kette erneut gewogen: Aus diesen drei Gewichtswerten ließ sich die abgeschleuderte Menge in Prozent berechnen. Dieses Verfahren wurde einmal ohne und einmal mit 30 Minuten Ablüftzeit durchgeführt. So konnten sich die Ketten mit »ihrem« Schmiermittel einlaufen, für die Wertung zählte nur der Lauf mit Ablüftzeit.

Abschlußbewertung (Archivversion)

AS:16 PunkteKettenspray: Deutliche Schwächen in den Punkten Schmier- und Kriechvermögen, Abschleuderverhalten und Handhabung, Stärken im Korrosions-/Abspülverhalten. Eine Dose reicht für zirka zwei bis vier AnwendungenMOTORRAD-Urteil: AusreichendBel-Ray:26 PunkteMC-2 Kettenspray: Deutliche Schwächen in den Punkten Schmier- und Kriechvermögen, dafür im Abschleuderverhalten und in der Handhabung recht gut. Eine Dose reicht für zirka neun AnwendungenMOTORRAD-Urteil: BefriedigendCastrol:49 PunkteKettenspray O-R: Sehr gute Werte in allen technischen Testdisziplinen, nur leichte Schwächen im Abtropfverhalten und bei der Dosenleerung - Sieger nach Punkten. Eine Dose reicht für zirka fünf AnwendungenMOTORRAD-Urteil: Sehr gutD.I.D:40 PunkteChain Lube: Sehr gutes Kriechvermögen und Korrosions-/Abspülverhalten, aber Schmiervermögen und Abschleuderverhalten noch verbesserungswürdig. Ausgezeichnet sichtbares Spray mit sehr guter Handhabung. Eine Dose reicht für zirka sechs AnwendungenMOTORRAD-Urteil: GutDr. Wack:46 PunkteS 100 weißes Kettenspray: Beste Schmierwirkung im Vergleich, sehr gutes Korrosions-/Abspülverhalten und gutes Kriechvermögen. Abschleuderverhalten noch verbesserungswürdig. Eine Dose reicht für zirka 14 bis 15 AnwendungenMOTORRAD-Urteil: Sehr gutFuchs:42 PunkteRacing Kettenspray weiß: Gutes Schmiervermögen und Korrosions-/Abspülverhalten, Abschleuderverhalten und Handhabung recht gut, aber deutliche Schwächen im Kriechvermögen. Eine Dose reicht für zirka vier bis sechs AnwendungenMOTORRAD-Urteil: GutHKS:38 PunktePlus extra long life: Sehr gutes Kriechvermögen, recht gute Handhabung, im Schmiervermögen noch verbesserungswürdig. Spray ist ausgezeichnet sichtbar, eine Dose reicht für zirka fünf Anwendungen, höchster Preis pro Anwendung im VergleichMOTORRAD-Urteil: GutMotostar:16 PunkteHochleistungs-Kettenspray: Deutliche Schwächen im Schmiervermögen und im Abschleuderverhalten, in den anderen Disziplinen mittelmäßig. Eine Dose reicht für zirka sechs bis neun AnwendungenMOTORRAD-Urteil: AusreichendPolo:16 PunkteRacing Dynamic Teflon Kettenspray: Deutliche Schwächen im Schmiervermögen, im Korrosions-/Abspül- und im Abschleuderverhalten. Vorteil: Spray ist nicht klebrig. Eine Dose reicht für zirka drei bis fünf AnwendungenMOTORRAD-Urteil: Ausreichend*Roadrunner:26 PunkteProfi Dry Lube: Deutliche Schwäche im Schmierverhalten, dafür sehr gutes Kriechvermögen und Abschleuderverhalten. Vorteil: Spray klebt nicht. Nachteil: ist wegen seiner Transparenz schwer zu dosieren. Eine Dose reicht für zirka zehn bis 20 AnwendungenMOTORRAD-Urteil: BefriedigendSonax:39 PunkteMotorrad-Kettenspray mit verstärkter Schmierwirkung: Gutes Schmiervermögen und angenehme Handhabung, in den anderen Disziplinen mittelmäßig. Eine Dose reicht für zirka 14 bis 19 Anwendungen, niedrigster Preis pro Anwendung im VergleichMOTORRAD-Urteil: GutTM:25 PunkteSpezial-Kettenspray: Recht gutes Korrosions-/Abspülverhalten, aber Schwächen im Schmiervermögen. In den anderen Testkriterien mittelmäßig. Eine Dose reicht für zirka neun bis zehn AnwendungenMOTORRAD-Urteil: BefriedigendFußnote:*Das Racing Dynamic Teflon Kettenspray wird im Lauf dieses Jahres ausverkauft und durch ein anderes Spray ersetzt

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