Übersicht Zubehör-Alarmanlagen Alarmstufe Rot

Das tierische Abschreckungspotenzial ist zwar nicht zu verachten, aber auf Dauer fahren Biker mit einer Alarmanlage besser. MOTORRAD gibt einen Überblick über die elektronischen Diebstahlschutzvorrichtungen.

Für die schrillen Momente im Leben eines Langfingers ist eine Alarmanlage bestens geeignet. Damit diese im Ernstfall ihre abschreckende Wirkung entfalten kann, sollten Käufer einige Dinge beachten. Wichtig ist vor allem ein geringer Stromverbrauch bei scharf geschalteter Alarmanlage. So saugt beispielsweise ein Exemplar mit einem Energiebedarf von 20 Milliampere eine Motorradbatterie mit zwölf Amperestunden bereits nach rund einem Monat leer. Empfehlenswert ist weiterhin eine Notstromversorgung per Akku oder Batterie, um eine Alarmauslösung auch dann zu gewährleisten, wenn der Dieb die teilweise leicht zugängliche Stromversorgung zum Steuergerät unterbricht. Das Steuergerät selbst ist im Idealfall mit einem Gravitationssensor bestückt. Jene Anlagen können in beliebiger Position montiert werden, da sich der Sensor beim Scharfschalten jedes Mal aufs Neue auf den Erdmittelpunkt ausrichtet und erst bei anschließender Lageveränderung aus der Parkstellung Alarm auslöst. Häufig kommt auch ein Erschütterungssensor zum Einsatz. Dessen Auslöseempfindlichkeit sollte einstellbar sein, um Fehlalarme, etwa bei einem vorbeifahrenden Lkw, zu vermeiden. Einfache Geräte besitzen einen Neigungssensor mit nur einem Quecksilberschalter, der im Vergleich zu einem Lageüberwachungssensor träger und weniger exakt arbeitet.
Bei Alarmanlagen mit Fernbedienung darauf achten, dass Steuergerät und Handsender über einen automatisch wechselnden Code (Rollcode) miteinander kommunizieren, der von Unberechtigten nicht geknackt werden kann. Entscheidend für eine problemlose Funktion ist darüber hinaus ein wasserdichtes Gehäuse der Fernbedienung. Achtung bei Wegfahrsperren: Diese sollten nicht mit dem Zündstromkreis verbunden werden, da die Folgen bei einem Defekt in voller Fahrt fatal sein können. Wer auf Nummer Sicher gehen will, überlässt die Montage sowieso einem Fachbetrieb, der sich auf den Einbau von Alarmanlagen und Wegfahrsperren spezialisiert hat.

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