Uhren für Motorradfahrer (Archivversion) Trieb-Werke

Der bewegte Mann von heute fährt ab auf Triebwerke aller Art - ob dumpf polternd unter dem Tank oder leise tickend am Arm. Was paßt zusammen? Eine kleine Lebenshilfe von Motorrad.

Zahnräder, Wellen, Schrauben und Kugellager - im Innenleben mechanischer Uhrwerke gibt es viele Parallelen zu den Bestandteilen eines Verbrennungsmotors. Teilweise sind sogar die Bezeichnungen identisch, wie etwa bei der Kupplung des Aufzugs- und Zeigerstellsystems. Oder die Baugruppen gleichen sich in ihrer Funktion wie beim Räderwerk der mechanischen Uhr, das sich im Motorrad als Getriebe wiederfindet. Kein Wunder, daß immer mehr Motorradfahrer mit einem mechanischen Zeitmesser liebäugeln, wird doch gerade ihnen ein Faible für feine Mechanik in edler Verpackung nachgesagt. Wer sich für die Ästhetik eines chromblitzenden V2 genauso begeistern kann wie für technisch aufwendige Lösungen à la Königswelle oder Desmodromik, wird an den komplizierten Mikromechanismen seine helle Freude haben. Im Vergleich zur kühlen Präzision einer Quarzuhr besitzen diese - im Prinzip - anachronistischen Kleinode etwas, das Fans gern als Charakter bezeichnen. Mechanik pur, die sich dem Träger auf durchaus sinnliche Weise mitteilt. Bereits beim Aufziehen über die Krone spürt man den minimalen Widerstand der vielen ineinandergreifenden Rädchen, die nach wenigen Umdrehungen dieses beruhigend gleichmäßige Ticken auslösen. Und wer in den Vibrationen seines Triebwerks schon immer positive Lebenszeichen gesehen hat, wird genüßlich beobachten, wie der schwere Rotor eines Automatik-Chronographen bei jeder Armbewegung die gesamte Uhr leicht nachschwingen läßt. Zeitgenossen, die mit Mechanik nichts am Hut haben, sind jedoch mit einer der extrem genauen Quarzuhren ebensogut bedient.Mehr Informationen über Uhren und deren Technik finden Interessierte in Fachblättern wie Chronos, Uhren-Magazin oder Armband-Uhren.

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