Und wer führt Hinten? (Archivversion)

Zwei- oder Einarmschwinge, Stereo- oder Zentralfederbein – die Radführung am Heck ist deutlich einfacher gestrickt als an der Front.

Radaufhängung
Hinten muss nicht gelenkt werden. Deshalb hält sich der konstruktive Aufwand fürs Hinterrad in Grenzen. Am weitesten ver­breitet ist zur hinteren Radaufnahme eine Zweiarmschwinge aus Stahl- oder Alu-Profilen, die die Radachse beidseitig führt. Zwar ist die Einarmschwinge optisch wesentlich attraktiver, weil aber bereits bei Geradeausfahrt ein Torsionsbiegemoment auf sie wirkt, muss sie viel steifer konstruiert sein – was sie deutlich schwerer als eine Zweiarmschwinge macht.
Ein größerer Aufwand muss bei Motorrädern mit Kardan betrieben werden. Um den sogenannten Fahrstuhleffekt (Motorrad hebt sich beim Beschleunigen aus den Federn) zu vermindern, sind Kardangehäuse mit Gelenken ausgestattet und stützen sich über eine Strebe am Rahmen ab.

Federung und Dämpfung
Anstelle eines Federpärchens am Schwin­genende ist heute das Zentralfederbein die Regel. Dabei wird ein einzelnes Federbein über ein Hebelsystem betätigt. Die Umlenkhebelei ist wichtig, damit die auf das Zentralfederbein wirkenden Kräfte reduziert werden können. Allerdings können die Lager der Umlenkhebelei bei Verschleiß oder zu großem Spiel üble Fahrwerks-schwächen verursachen.

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