Vergleichstest Zubehör-Bremsbeläge (Archivversion)

Verzögerungstaktik

Das Angebot an Zubehör-Bremsbelägen ist riesig. Damit der Kauf nicht zum Glücksspiel wird, hat MOTORRAD neun Sätze auf Herz und Nieren überprüft

Zubehörteile haben meist einen ganz offensichtlichen Vorteil gegenüber den originalen: Sie sind preiswerter. Das trifft mit einer Ausnahme auch auf die getesteten Bremsbeläge zu. Über die Qualität ist damit freilich nichts gesagt. Beim Thema Bremsbeläge muß man sich jedoch darüber im klaren sein, daß der Austausch der serienmäßigen gegen Teile aus dem Zubehörhandel starke Konsequenzen auf die Verzögerung und Dosierbarkeit haben kann. Schließlich sind Bremsanlagen komplexe, technische Gebilde, bei denen es auf das Zusammenspiel vieler Komponenten ankommt, angefangen beim Bremshebel bis hin zur Reibpaarung zwischen Belag und Scheibe. Daher sind Serienbeläge grundsätzlich die sichere Wahl, denn mit diesen ist die gesamte Bremsanlage vom Motorradhersteller abgestimmt. Zubehörbeläge können aber durchaus Vorteile in bestimmten Disziplinen bieten, abgesehen von der Preisersparnis.MOTORRAD schlug zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Reifentest mit der Yamaha YZF 1000 R, bei dem ein ganzer Pulk an Testmaschinen im Einsatz war, wurde mit dem Vergleich von neun für dieses Motorrad angebotenen, StVZO-zugelassenen Zubehör-Belägen verbunden. Als Referenz dienten die originalen Beläge von Yamaha. Bei den Funktionstests auf der Rennstrecke in Calafat wurden zunächst Dosierung, Handkraft und Fading verglichen. Zur Unterstützung der subjektiven Fahreindrücke diente einmal mehr das Data Recording der Firma 2D Meßsysteme. Fahrgeschwindigkeiten, Verzögerungen und die entsprechenden Bremsdrücke wurden aufgezeichnet. Selbstverständlich wurden die Beläge nach einem vorgeschriebenen Zyklus einige Runden lang eingefahren, bevor die aufgezeichneten, schnellen Wertungsrunden folgten. Anhand der Meßschriebe ließen sich sämtliche Fahreindrücke eindeutig belegen. Ob schlechtes Ansprechverhalten, Fading, hohe Handkräfte oder unzureichende Dosierbarkeit, die Diagramme des Data Recording offenbarten die dem Testfahrer aufgefallenen Schwachpunkte gnadenlos. Und bestätigten natürlich auch die positive Funktion.Neben dieser ist im Alltagsbetrieb der Verschleiß von Bedeutung. Was nützten die besten Beläge, wenn sie binnen kürzester Zeit heruntergehobelt sind? Auf der Rennstrecke lassen sich die Belastungen des Alltags im Zeitraffer simulieren. Mit neuen, eingefahrenen Belägen bestückt, fuhren die YZF 1000 einen Tag lang um den Kurs in Calafat. In einem festgelegten Zyklus tauschten die Fahrer die Fahrzeuge, um den Einfluß unterschiedlicher Fahrweisen auszugleichen.Mehr als 500 Kilometer legten die Tester auf dem Kurs in Calafat zurück, das Ergebnis waren große Differenzen hinsichtlich Abriebverhalten. Die Beläge von AP Racing, Brembo Sinter, Ferodo und Polo verloren auf 500 Kilometern über 40 Prozent ihrer Ausgangsbelagstärke, während sich die von Brembo Touren und Carbone Lorraine mit 8,3 beziehungsweise 12,4 Prozent Verschleiß über diese Distanz nahezu unbeeindruckt zeigten.Verschleiß gibt es aber nicht nur bei den Belägen, auch der Reibpartner, die Scheibe, muß leiden. Tendenziell läßt sich ein Zusammenhang zwischen Bremsbelagabrieb und Bremscheibenverschleiß erkennen: Die verschleißfreudigen Beläge knabbern viel stärker an den Scheiben als ihre langlebigen Kollegen. Eine Ausnahme ist der Ferodo-Belag, der den Scheiben kaum zusetzt. Ungewöhnlich war jedoch dessen Verschleißbild am Testende: Die Oberfläche war stark ausgebrochen, und die Kontaktfläche zwischen Belag und Bremsscheibe betrug nur noch rund 30 Prozent. Eine hohe lokale Wärmebelastung könnte zumindest teilweise die wenig befriedigende Bremswirkung des Ferodo-Belags erklären, der mit 7,01 Millimetern die größte Ausgangsbelagstärke im Test aufwies.Im Alltagsbetrieb werden selbstverständlich keine so hohen Abriebswerte erreicht, je nach Fahrweise müssen die ermittelten Werte mit einem Faktor multipliziert werden. Bei normalem Einsatz abseits der Rennstrecke dürften selbst die Beläge von AP Racing, Brembo Sinter, Ferodo und Polo die 10000- Kilometer-Hürde meistern.Den Abschluß der Bewertung bildeten die Nässe-Funktionstests. Um konstante Bedingungen zu gewährleisten, wurde auf dem Tank der Yamaha ein Behälter montiert, von dem aus die Bremsbeläge und beide Bremsscheiben gleichmäßig von oben bewässert wurden. Da nur die Bremsanlage, nicht aber die Teststrecke geflutet wurde, konnte gefahrlos stark abgebremst werden - wogegen sich einige Testteilnehmer hartnäckig wehrten. Die Beläge von EBC und Ferodo benötigten mehrere Sekunden »Bedenkzeit«, bevor sie Wirkung in Form von Verzögerung zeigten. Kaum beeindruckt von der Nässe reagierten hingegen die AP Racing- und Brembo Sinter-Beläge, die bei geringer Handkraft vom ersten Moment an sehr gute Bremswirkung erreichten. Das ist zunächst einmal erfreulich, kann aber bei einer Panikbremsung unangenehme Folgen haben: Da sofort die volle Wirkung da ist, kann bei weniger geübten Fahrern das Vorderrad bei nasser Straße blockieren. Andererseits sind Beläge, die bei Nässe gute Bremswirkung zeigen, besser zu dosieren und somit allemal die weitaus bessere Wahl.Bleibt als letztes Unterscheidungsmal der Preis, für vile Motorradfahrer ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Im allgemeinen enthält ein Satz zwei Einzelbeläge für eine Zange. Für das Vorderrad der Yamaha YZF 1000 R müssen also immer zwei Sätze gekauft werden, da Bremsbeläge immer komplett ersetzt werden sollten. Der Unterschied zwischen teuerstem und preiswertestem Set beträgt rund 120 Mark. Die vier Beläge von Polo kosten 59,90 Mark, die von Carbone Lorraine 179,80 Mark und sind damit sogar teurer als die Original-Beläge von Yamaha, die mit 158,48 Mark zu Buche schlagen.Doch welche Beläge haben am Ende - ohne Berücksichtigung des Kaufpreises - die Nase vorn? Der wichtigste Punkt bei der Bewertung war das Bremsverhalten bei Trockenheit, das doppelt so stark in die Wertung einfloß wie die Funktion bei Nässe. Des weiteren wurde der Bremsbelagverschleiß prozentual zur Stärke des neuen Belags bewertet, außerdem der dabei auftretende Scheibenverschleiß. Unter Berücksichtigung all dieser Kriterien sind die Beläge von AP Racing, Carbone Lorraine und die Originalbeläge von Yamaha nicht zu schlagen.Anzumerken ist, daß die Ergebnisse zunächst einmal nur für die Yamaha YZF 1000 R gelten. Grundsätzlich sind die Aussagen jedoch auf auf andere Motorräder mit ähnlichen Bremsanlagen übertragbar.
Anzeige

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - AP Racing

Bezugsquelle: France Equipment, Plittersdorfer Straße 79, 76437 Rastatt, Telefon 07222/22099Typ: LMP234SF (Sintermetall-Belag)Preis für vier Beläge: 125,60 MarkBelagstärke: 5,51 MillimeterSportverschleiß: 43,7 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: glatt, angelaufenTragende Fläche: 90 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,038 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: riefig angelaufen, dennoch glatte Oberfläche, unterschiedliche Verfärbung (Blau und Silber)Funktion trockenDosierung: sehr gutHandkraft: sehr geringFadingverhalten: gutBremswirkung: sehr gutFunktion naßAnsprechverhalten: kaum verzögertDosierung: sehr gutHandkraft: sehr geringBremswirkung: sehr gutFazit: Die AP Racing-Beläge erzielen sehr gute Funktionswerte bei Trockenheit und Nässe, allerdings verschleißen sie recht schnell. Die Dosierbarkeit ist auch gegen Testende noch sehr gut, die Bremswirkung stabil und hoch, trotz angenehm geringer Handkräfte. Eine gute Wahl zu einem fairen Preis.MOTORRAD-Urteil: sehr empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Braking

Bezugsquelle: Braking Bremssysteme Vertrieb GmbH, Gewerbegebiet Langwiese, 66440 Blieskastel-Aßweiler, Telefon 06803/981902Typ: 786SM15 (organischer Belag)Preis für vier Beläge: 114,80 MarkBelagstärke: 5,89 MillimeterSportverschleiß: 21,2 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: stumpf, rauhTragende Fläche: 80 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,013 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: ohne Riefen, spiegelglatt, leicht angelaufenFunktion trockenDosierung: befriedigendHandkraft: sehr hochFadingverhalten: gutBremswirkung: befriedigendFunktion naßAnsprechverhalten: stark verzögertDosierung: ausreichendHandkraft: hochBremswirkung: ausreichendFazit: Dieser Belag benötigt sehr hohe Handkräfte, um ausreichende Verzögerungen zu erreichen. Bei Nässe sind die Bremsen schlecht zu dosieren und sprechen stark verzögert an. Im sportlichen Einsatz liefert der Belag konstante - wenn auch nur durchschnittliche - Bremsleistungen bei guten Verschleißwerten, aber sehr hohen Handkräften.MOTORRAD-Urteil: bedingt empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Brembo Sinter

Bezugsquelle: Brune GmbH, Wöste 6, 48291 Telgte, Telefon 02504/5648Typ: 07.YA23.SA (Sintermetall-Belag)Preis für vier Beläge: 136,88 MarkBelagstärke: 5,52 MillimeterSportverschleiß: 40,7 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: glatt, glänzendTragende Fläche: 90 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,039 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: ohne Riefen, leicht angelaufenFunktion trockenDosierung: befriedigendHandkraft: geringFadingverhalten: befriedigendBremswirkung: gutFunktion naßAnsprechverhalten: kaum verzögertDosierung: gutHandkraft: sehr geringBremswirkung: sehr gutFazit: Guter Zubehörbelag mit sehr guter Wirkung bei Nässe. Sehr hoher Belagverschleiß, gegen Testende trat leichtes Bremsenrubbeln auf - ohne merkliche Auswirkungen auf die Bremswerte. Die Beläge zeigten keine Schwächen und lieferten konstante, sehr gute Verzögerungswerte bereits bei geringen Handkräften. Auffällig: Die die Dunkelfärbung der zu Beginn roten Grundplatten gegen Testende.MOTORRAD-Urteil: empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Brembo Touren

Bezugsquelle: Brune GmbH, Wöste 6, 48291 Telgte, Telefon 02504/5648Typ: 07.YA23.07 (Semi-organischer Belag)Preis für vier Beläge: 104,16 MarkBelagstärke: 5,67 MillimeterSportverschleiß: 8,3 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: glatt, glänzendTragende Fläche: 90 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,004 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: leicht riefig, dennoch glatte Oberfläche, stark blau angelaufenFunktion trockenDosierung: befriedigendHandkraft: mittelFadingverhalten: gutBremswirkung: befriedigendFunktion naßAnsprechverhalten: stark verzögertDosierung: ausreichendHandkraft: hochBremswirkung: ausreichendFazit: Sehr geringer Verschleiß von Bremsbelag und -scheibe. Doch die Bremse ist mit diesen Belägen schwer zu dosieren, und die Bremswirkung baut gegen Testende ab - bei immer höher werdenden Handkräften. Für den Sportbetrieb sind die Beläge nicht geeignet. Außerdem haben sie bei Nässe Schwächen. Für Tourenfahrer sind sie allein aufgrund der Verschleißwerte eine gute Wahl.MOTORRAD-Urteil: empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Carbone Lorraine

Bezugsquelle: Alpha Technik GmbH, Äußere Salzburgstraße 201, 83071 Stephanskirchen, Telefon 08036/300720Typ: 2361-SBK3 (Sintermetall-Belag)Preis für vier Beläge: 179,80 MarkBelagstärke: 5,72 MillimeterSportverschleiß: 12,4 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: glatt, glänzend, angelaufenTragende Fläche: 80 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,002 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: riefig, dennoch glatte Oberfläche, stark blau verfärbtFunktion trockenDosierung: gutHandkraft: geringFadingverhalten: gutBremswirkung: gutFunktion naßAnsprechverhalten: verzögertDosierung: befriedigendHandkraft: mittelBremswirkung: gutFazit: Sehr guter Zubehörbelag mit leichten Schwächen beim Kaltbremsverhalten und bei Nässe. Der Verschleiß der Carbone Lorraine-Beläge ist gering, die Verzögerung bis zum Testende sehr gut. Die guten Bremswerte bei Nässe, Trockenheit und auf der Rennstrecke rechtfertigen in Verbindung mit dem geringen Belagverschleiß den hohen Kaufpreis.MOTORRAD-Urteil: sehr empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - EBC

Bezugsquelle: Matthies GmbH, Hammerbrookstraße 97, 20097 Hamburg, Telefon 040/23725120Typ: FA252 (organischer Belag)Preis für vier Beläge: 82,58 MarkBelagstärke: 5,6 MillimeterSportverschleiß: 30,2 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: stumpf, rauhTragende Fläche: 80 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,084 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: spiegelglatt poliertFunktion trockenDosierung: ausreichendHandkraft: mittelFadingverhalten: ausreichendBremswirkung: ausreichendFunktion naßAnsprechverhalten: extrem verzögertDosierung: ausreichendHandkraft: hochBremswirkung: schlechtFazit: Sehr preiswerter Belag mit dem höchsten Bremsscheibenverschleiß aller Teilnehmer und mittlerem Belagverschleiß. Die Bremswirkung baute gegen Testende stark ab, bei auffallend hohen Handkräften und immer stärker werdendem Fading. Die preiswerten Beläge haben erschreckende Schwächen bei Nässe, dann bereitet vor allem das schlechte Ansprechverhalten große Probleme.MOTORRAD-Urteil: nicht empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Ferodo

Bezugsquelle: Spiegler Bremstechnik GmbH, Kunzenweg 16, 79117 Freiburg, Telefon 0761/611010Typ: FDB605-4004 (organischer Belag)Preis für vier Beläge: 98 MarkBelagstärke: 7,01 MillimeterSportverschleiß: 41,1 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: stumpf, rauhTragende Fläche: 30 ProzentBremsscheibenverschleiß: kein Scheibenverschleiß meßbarLaufbild Scheibe: glatt, blau angelaufenFunktion trockenDosierung: schlechtHandkraft: hochFadingverhalten: befriedigendBremswirkung: ausreichendFunktion naßAnsprechverhalten: extrem verzögertDosierung: ausreichendHandkraft: sehr hochBremswirkung: schlechtFazit: Im sportlichen Einsatz sind die Ferodo-Beläge sehr schlecht zu dosieren. Darüber hinaus sorgen hohe Handkräfte und schlagartig auftretendes Fading für Unzufriedenheit. Außerdem fällt die geringe Berührungsfläche zwischen Belag und Bremsscheibe und der hohe Belagverschleiß auf. Bei Nässe sind die relativ preiswerten Beläge äußerst problematisch, da sie schlecht zu dosieren sind und kaum Bremswirkung haben.MOTORRAD-Urteil: nicht empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Lucas

Bezugsquelle: Lucas KFZ Ausrüstung GmbH, Rudolf-Diesel-Straße 7, 56566 Neuwied, Telefon 02631/9120Typ: MCB611-SV (Sintermetall-Belag)Preis für vier Beläge: 99,80 MarkBelagstärke: 5,6 MillimeterSportverschleiß: 34,1 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: glatt, angelaufenTragende Fläche: 90 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,027 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: riefig, dennoch glatte Oberfläche, leicht angelaufenFunktion trockenDosierung: gutHandkraft: geringFadingverhalten: gutBremswirkung: gutFunktion naßAnsprechverhalten: kaum verzögertDosierung: ausreichendHandkraft: geringBremswirkung: gutFazit: Ein Zubehörbelag mit durchweg guten Bremswerten bei Trockenheit und Nässe mit konstanter Wirkung bis Testende. Der Bremsbelag- und der Bremsscheibenverschleiß bewegen sich im Mittelfeld. Die Lucas-Beläge bieten ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis und bremsen bei allen Bedingungen stabil und zuverlässig.MOTORRAD-Urteil: empfehlenswert

Bremsbeläge: Vergleichstest (Archivversion) - Polo

Bezugsquelle: Polo GmbH, Reisholzer Werftstraße 76, 40589 Düsseldorf, Telefon 0211/9796699Typ: 2500KBA (organischer Belag)Preis für vier Beläge: 59,90 MarkBelagstärke: 5,53 MillimeterSportverschleiß: 44,6 Prozent/500 KilometerAbriebbild Belag: stumpf, rauhTragende Fläche: 70 ProzentBremsscheibenverschleiß: 0,038 Millimeter/500 KilometerLaufbild Scheibe: völlig glatt, blau, fleckig angelaufenFunktion trockenDosierung: gutHandkraft: geringFadingverhalten: sehr gutBremswirkung: gutFunktion naßAnsprechverhalten: verzögertDosierung: befriedigendHandkraft: hochBremswirkung: ausreichendFazit: Mit den preiswertesten Belägen im Vergleich werden gute Funktionswerte bei Trockenheit erreicht. Bei Nässe ist die Bremswirkung bei hohen Handkräfte jedoch nur mäßig. Außerdem fiel der hohe Belagverschleiß und die eingeschränkte Kontaktfläche zwischen Bremsbelag und -scheibe auf. Dennoch: Für Nicht-Rennfahrer bietet der Polo-Belag ein sehr gutes Preis/Leistungs-Verhältnis.MOTORRAD-Urteil: empfehlenswert

Artikel teilen

Anzeige
Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote