Propeller vor der Nase Wasser marsch!

Total genial oder gänzlich gaga? Ein neues Patent verspricht freie Sicht auch bei Regen.

Foto: www.regenschutzscheibe.de

Wer findet wohl den Gedanken reizvoll, sich mit einem vors Gesicht geklebten Propeller aufs Moped zu setzen? Denn nichts anderes ist die "Regenschutzscheibe" (www.regenschutzscheibe.de), eine soeben patentierte Erfindung des Tüftlers Albert Keller. Doch das Gelächter über den Daniel Düsentrieb aus dem Schwarzwald verstummt schnell, wenn man sich Kellers Youtube-Präsentation ansieht.

Keller, selbst Motorradfahrer, war immer schwer genervt, weil er bei Regen wegen der Tropfen auf dem Visier nichts sah. Des ewigen Wischens und der davon nassen Handschuhe leid, ersann er Abhilfe. Nach sechs Jahren hat er jetzt eine Lösung gefunden: einen mittels Saugnapf mittig aufs Visier geklebten Propeller.

Ab einer gefahrenen Geschwindigkeit von zirka 30 km/h soll der Fahrtwind ihn antreiben. Der davon erzeugte Luftstrom bläst – wenigstens im Demofilm – die Wassertropfen weg und hält das Visier frei von Regen und Spritzwasser. "Sobald es aufhört, zu regnen, lässt sich der Propeller mit einem Griff abnehmen und zum Beispiel auf den Tank aufkleben", verspricht der Erfinder.

Die "Regenschutzscheibe" orientiert sich an Systemen, wie sie etwa Bahnsport-Fahrer vor rund 40 Jahren eingesetzt haben, und ist patentiert. Aber zu kaufen gibt es den Anti-Regentropfen-Propeller fürs Motorrad noch nicht. Erfinder Albert Keller sucht nach Vertriebsmöglichkeiten. Angepeilte Preisvorstellung: zirka 40 Euro.

MOTORRAD wird die Regenschutzscheibe sobald wie möglich ausprobieren und berichten.


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