Vorstellung (Archivversion) Reifenwärmer

Slicks oder Straßensportreifen in Racingmischung haben bei niedrigen Temperaturen kaum Grip und Dämpfung. Reifenwärmer sorgen für Abhilfe.

Reifenwärmer gehören seit vielen Jahren zum gewohnten Bild in der Rennszene. Was dem Profi recht ist, sollte auch dem Teilnehmer eines Renntrainings billig sein, sofern er auf Straßensportreifen in Racingmischung oder gar Slicks ausrückt. Diese Pneus funktionieren erst ab einer Karkassen-Temperatur von etwa 60 bis 70 Grad Celsius. Darunter fehlt es nicht nur an Grip, sondern auch an Dämpfung. Außerdem verschleißt ein kalter Reifen schneller, weil er zunächst vor allem an der Oberfläche walkt. Dabei kann der Gummi aufreißen, überhitzen und die Lauffläche aushärten, was wiederum reduzierte Haftung in heißgefahrenem Zustand bedeutet. Demgegenüber sorgen die Heizdecken für eine gleichmäßige Durchwärmung der Reifen auf ungefähr 80 Grad Celsius, wodurch sich nicht nur der Verschleiß reduziert, sondern vor allem die Gefahr der fiesen »Kaltstürze« nahezu ausgeschlossen werden kann. Wichtig ist dabei das langsame Erwärmen, das – je nach Reifengröße – ungefähr 45 bis 60 Minuten dauert. Vollständig durchwärmt ist ein Rad jedoch erst, wenn auch die Felge eine Temperatur von etwa 40 Grad erreicht hat. Beim Aufbau der Reifenwärmer vertrauen die meisten Anbieter auf silikonummantelte Heizdrähte, die per Thermostat auf die gewünschte Temperatur einreguliert werden. Bei KLS hingegen bestehen die Reifenwärmer aus flexiblen Heizlagen mit Kohlefaser als elektrischem Wärmeleiter. Mit einer Gesamtlänge von bis zu 200 Metern sollen sie für eine gleichmäßigere Aufheizung sorgen.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote