Werkstoffe im Motorradbau: Karbon (Archivversion)

Bei straßenzugelassenen Motorrädern erfüllen Karbonteile meist nur eine ästhetische Funktion.
Im Rennsport indes bringt der schwarze Werkstoff einen echten Vorsprung durch Technik.

A Randy Mamola ging 1990 in der 500er-Klasse für Cagiva mit
Karbon-Chassis auf Zeitenjagd. Allerdings wird die Rahmengeometrie im Grand-Prix-Zirkus von Rennen zu Rennen weiterentwickelt, was beim Rahmenbau mit Kohlefasern jedes Mal neue Formen und einen enorm hohen Fertigungsaufwand nach sich zieht – so verschwand die Karbon-Cagiva wieder in der Versenkung. B Kohlefaser-Bremsscheiben
sparen an den rotierenden Massen gegenüber Stahl-Pendants rund ein Viertel. Sie benötigen zum Aufbau eines ordentlichen Reibwerts
jedoch Temperaturen von 200 bis 300 Grad Celsius, denn beim Brems-
vorgang »verschweißen« die Bremsscheiben kurzzeitig mit den Belägen.
C Die in England gefertigten, extrem dünnwandigen Dymag-Räder
aus Kohlefasern mit einem schützenden Aramid-Anteil können per Einzelabnahme eine Straßenzulassung erhalten. Ein Vorderrad wiegt kaum mehr als zwei Kilogramm und schlägt mit rund 1350 Euro zu Buche.
D Black Beauty: Der neue Akrapovic-Hexagonal-Schalldämpfer mit Endkappe und Mantel aus Karbon wiegt 1850 Gramm. Der Auspuff mit EG-Betriebserlaubnis kostet rund 500 Euro.

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