Wuchtböcke

Während dynamisches Wuchten für Otto Normalverbraucher nicht in Frage kommt, da die erforderlichen Geräte viele tausend Mark kosten, kann sich jeder im Fachhandel für wenig Geld Wuchtböcke besorgen. Beispielsweise kostet das rechts abgebildete Modell von Hein Gericke 89,95 Mark, inklusive kugelgelagerter Laufrollen und dreier Achsen mit 15, 17 und 20 Millimetern Durchmesser. Das darunter abgebildete zerlegbare Mobil-tech-Gerät für 335 Mark wird mit vier geschliffenen Achsen in den Größen 12, 15, 17 und 20 Millimeter geliefert. Statisches Auswuchten funktioniert recht einfach: Zunächst wird das komplette Rad inklusive Reifen und Bremsscheiben mit einer Achse versehen und auf den Wuchtbock gesetzt. Alle alten Wuchtgewichte sollten entfernt werden. Dann versetzt der Mechaniker das Rad in eine leichte Drehbewegung und lässt es bis zum völligen Stillstand auspendeln. Nun befindet sich die leichteste Stelle des Rads ganz oben. Nach Anbringen eines Klebegewichts, beispielsweise zehn Gramm, wird der Vorgang wiederholt. Ist dieselbe Stelle wieder ganz oben, muss das Gewicht erhöht werden, ist diese nun unten, dann war das verwendete Gewicht zu hoch. Der Vorgang des Auspendelns und Gewichtanbringens wird so lange wiederholt, bis das Rad schließlich in jeder beliebigen Stellung stehen bleibt und nicht mehr zu pendeln beginnt. Dann herrscht ein so genanntes statisches Gleichgewicht. Wer Klebegewichte verwendet, sollte darauf achten, diese möglichst in Felgenmitte zu platzieren oder, noch besser, sie halbieren und symmetrisch auf rechtem und linkem Felgenhorn anbringen. Das verhindert ungewollte dynamische Unwuchten. Während Klebegewichte nur zum einmaligen Gebrauch taugen, können so genannte Speichengewichte mehrmals verwendet werden. Einige dieser Kugelmodelle haben außerdem den Vorteil, dass sie sich je nach Lage auf der Speiche (außen an der Felge oder weiter zur Nabe hin) aufgrund des Hebelgesetzes unterschiedlich stark auswirken.

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