Zubehör-Schalldämpfer für Kawasaki ZRX 1200 (Archivversion) Reihenuntersuchung

MOTORRAD untersuchte acht legale Zubehör-Schalldämpfer mit EG-Betriebserlaubnis auf ihre Tauglichkeit für die Kawasaki ZRX 1200.

Spätherbst in Hockenheim. Die Blätter sind gefallen, die Saison ist vorbei, Lethargie hat sich über das badische Motodrom gelegt. An diesem Novembertag wird die Stille jedoch immer wieder von kehlig-heiserem Fauchen zerrissen, das abrupt in zorniges Brabbeln übergeht. Es ist die Begleitmusik der Testarbeit der MOTORRAD-Mannschaft, die gerade die Hertz-Attacken von acht Zubehörschalldämpfern mit EG-Betriebserlaubnis für die Kawasaki ZRX 1200 mit einem Schalldruckpegelmesser aufzeichnet.Für die obligatorische Fahrgeräuschmessung wird die ZRX mit jedem Testexemplar jeweils zweimal aus beiden Richtungen über die 20 Meter lange Messstrecke gejagt. Dabei muss der Fahrer zunächst im zweiten Gang aus 50 km/h voll beschleunigen, am Ende jedoch abrupt das Gas schließen. Danach erfolgt die gleiche Prozedur im dritten Gang. Aus dem Durchschnitt der vier Messergebnisse errechnet sich dann der Fahrgeräuschwert, der bei keinem Nachrüstauspuff über jenem der Serienanlage liegen darf (siehe Kasten Originalauspuff). Dieser gesetzlichen Vorschrift wurde jedoch nur der Ixil-Topf gerecht. Alle anderen Probanden, besonders die leistungsmäßig auftrumpfenden Exemplare von Bos, L & W, Remus, Sebring und SR-Racing, überschritten den Referenzwert des Serienauspuffs beträchtlich. Trübe Aussichten für die Käufer – denn trotz Betriebserlaubnis tragen einzig und allein sie die Konsequenzen bei einer behördlich angeordneten Nachmessung.

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