1. Platz BMW R 1150 GS

Uneingeschränkt mehrheitsfähig: BMW R 1150 GS.

Eindeutiger hätte die Wahl nicht ausfallen können. Keine grottenfalschen Hochrechnungen, keine Überhangmandate, keine nervenaufreibenden Koalitionsverhandlungen, ergo auch keine windelweichen Kompromisse: Die BMW R 1150 GS regiert den deutschen Motorradmarkt seit Jahren unangefochten. Und das in einer beinahe präsidialen Art, wie sie auch dem amtierenden Bundeskanzler nachgesagt wird. Bis Ende August registrierte das Kraftfahrbundesamt 5811 Neuzulassungen, GS-Fans nahmen im Frühjahr klaglos Lieferzeiten in Kauf. Bei der aktuellen Nummer zwei im Markt, der Suzuki GSF 1200 Bandit, undenkbar.Prangt das sehnlichst erwartete Nummerschild dann an der geliebten Kuh, können GS-Fahrer zur regelrechten Plage werden. Man trifft sie zumeist am falschen Ort, zur falschen Zeit. Hartnäckige Gerüchte besagen gar, dass gestandene Superbike-Fans den Tränen nahe und zu Tode betrübt schnurstracks den nächsten Parkplatz anliefen, nachdem sie irgendwo in den Alpen von einem ganzen GS-Rudel abgeledert wurden. Um hernach schnellstens den Weg zum nächsten BMW-Händler anzutreten. Für eine klammheimliche Probefahrt.Womit bewiesen wäre, das der gewichtige Boxer Deutschland über alle Parteigrenzen hinweg eint. Anfangs wegen des futuristischen Designs noch belächelt, fährt die bayerische Großenduro in schöner Konstanz alles in Grund und Boden, was die Konkurrenz in den letzten Jahre als GS-Alternativen aufgeboten hat: Honda Varadero 1000, Triumph Tiger, Aprilia ETV 1000 Caponord. Sie allen sind der BMW in puncto Leistung deutlich überlegen, die GS setzt ihre unübertroffenen Allroundtalente dagegen, inklusive ihrem eingebauten Fernweh. G-Kat, wartungsarmer Kardanantrieb, optionales ABS und das gute Fahrwerk mit seiner Telelever-Gabel werden auch 2003 dafür sorgen, dass sie wieder allen davon fährt. Wetten dass?

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