100 Jahre MOTORRAD: 100 Jahre Husqvarna (Archivversion)

1689Husqvarna beginnt an der Mündung eines Flusses in den Vätternsee, wo die Wasserkraft genutzt werden kann, mit der Produktion von Musketen. Das Logo stellt einen Waffenlauf von vorn gesehen dar 1903Aus Fahrradteilen und einem FN-Motor mit 1,25 PS entsteht das erste Motorrad 1909Die Motoren kommen von nun an aus der Schweiz von La Moto-Reve, etwa das Modell 145 mit 548 cm3. Diese Maschinen werden auch im Zweiten Weltkrieg von der schwedischen Armee eingesetzt 1916Sieg beim legendären November-Kåsan: Platz eins bis drei für Husqvarna, 475 Kilometer hauptsächlich im Gelände mit einem Schnitt von 23,7 km/h 1918Erste eigene Motoren im berühmten Modell 150: V2 mit 550 cm3 und bis zu zwölf PS 1928Die Eigenproduktion ist zu teuer, Husqvarna setzt wieder auf Fremdmotoren von Jap und Sturmey Archer. Gleichzeitig entwickelt der junge Ingenieur Folke Mannerstedt Rennmaschinen 1930Am Start des Grand Prix in Saxtorp vier Husqvarna: eine hauseigene 500er-Zweizylinder sowie zwei 500er-Monos und eine 250er mit Jap-Motoren. Am Ende landet der eigene Motor als bester auf Platz drei 1932 bis 1935Nach technischen Problemen 1931 gewinnt Husqvarna in Folge den GP Schweden in Saxtorp in der 500er-Klassse mit Ragnar Sunnqvist (1932, 1934), Gunnar Kalén (1933) und Stanley Woods (1935) 1934Herbe Rückschläge im Rennsport: Gunnar Kalén (Foto) verunglückt beim GP Deutschland am Sachsenring tödlich, sein Markenkollege van der Pluym stirbt zwei Wochen später beim belgischen GP 1935Sunnqvist schlägt sensationell beim Avus-Hochgeschwindigkeitsrennen die Kompressor-BMW und Werks-DKW. Eine der zuverlässigsten und besten Vorkriegs-Serienmaschinen: das Modell 112 TV mit 24 PS aus 496 cm3 1938Husqvarna stellt die Produktion der großen Viertakter ein und konzentriert sich auf leichte, preisgünstige und robuste Motorräder mit Zweitaktmotoren 1939Husqvarna baut 15000 Motorräder, nach ’39 steht die Produktion bis 1946 nahezu still 1946 bis 1956Von den kleinen Zweitaktern verkaufen die Schweden nach dem Zweiten Weltkrieg rund 100000 Stück 1953Das Werk greift wieder ins Renngeschehen ein und nimmt mit 175er-Maschinen an den Six Days teil 1955Für Husqvarna vielleicht das wichtigste Motorrad überhaupt: Die Silverpil, ein kleiner 175er-Zweitakter, verschaffte sich schnell einen guten Ruf wegen ihrer Robustheit. Sie bildet die Basis für die immer populärer werdenden Geländerennen 1959Rolf Tibblin wird Europameister der 250er-Kategorie 1960Bill Nilsson holt sich den 500er-Cross-WM-Titel auf einer Viertakt-Husk, deren Motor aus der 112 TV von 1935 stammt. Trotz der sportlichen Erfolge geht der Verkauf von 13000 Maschinen 1953 bis auf 200 im Jahr 1963 zurück 1962 bis 1970Eine glorreiche Ära: Husqvarna sammelt WM-Titel mit Rolf Tibblin (3 Mal), Bengt Aberg (2 Mal) und last but not least Torsten Hallman (Foto, 5 Mal), der später in die USA geht und dort Motocross zu einem populären Sport macht 1973Die Schweden kommen mit der Produktion kaum noch nach: 15000 Geländemaschinen werden produziert und zum größten Teil in die USA verfrachtet 1974Heikki Mikkola wird 500er-Weltmeister, 1976 gewinnt er den 250er-Titel 1977 Der Electrolux-Konzern übernimmt Husqvarna, neben Motorrädern werden Kettensägen, Rasenmäher, Haushaltsmaschinen und Waffen produziert 1979Håkan Carlqvist fährt den letzten Titel für die Schweden ein, die mit der technischen Revolution der 80er Jahre nicht Schritt halten können 1983Husqvarna setzt noch einmal einen Meilenstein: Auf Basis der Zweitakt-Motoren wird der leichte Offroad-Viertakter TE 510 entwickelt 1987Husqvarna AB Schweden, Tochter des Electrolux-Konzerns, hat das Potenzial des Viertakters nicht erkannt und verkauft die wenig rentable Motorrad-abteilung für eine geringe Summe nach Italien an Cagiva

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