1000-Punkte-Wertung (Archivversion) Passion, Emotion und Kalkulation

Motorrad fahren ist Passion und Emotion, nicht Kalkulation. Und doch hilft es, das
Angebot zu verifizieren. Dazu hat MOTORRAD den 1000-Punkte-Test entwickelt. Neben Kriterien für die Eigenschaftswertung, die 80 Prozent aller zu vergebenden Punkte abdecken, beleuchtet die Rubrik Kosten/Umwelt die wirtschaftliche Seite einer Maschine.
Für die Hersteller-Garantie von zwei Jahren erhalten alle sechs Testmaschinen 15 Punkte. Längere Garantiezeiten oder Mobilitätsgarantien werden mit Aufschlägen belohnt. Die Verarbeitung schlägt mit maximal 20 Punkten zu Buche und berücksichtigt die Lackqualität, die Güte der Materialien et cetera. Der Verbrauch wird auf einer normierten Landstraßenrunde bei gemäßigtem Tempo ausgefahren. Abzüge gibt’s, wenn Super oder Super Plus getankt werden muss. Die Sparsamste hier: die Suzuki
V-Strom 650. Die Inspektionskosten errechnen sich nach den vorgegebenen Service-Intervallen und
den Arbeitswerten. Top: die beiden Yamaha, die nur alle 10000 Kilometer in die Werkstatt müssen, bei den anderen steht nach 6000 Kilometern eine Inspektion an.
Die Unterhaltskosten umfassen den Aufwand für Versicherung, Steuer und die mittleren
Reifenkosten. Die FZ1 sackt hier wegen der hohen Leistung und entsprechenden Versicherungskosten ab. Die Abgaswerte berücksichtigen die Klassifizierung der diversen Abgasstandards. Neuhomologationen sind derzeit nur noch mit Euro-3-Schadstoffwerten möglich. Die 2007er-V-Strom 650 gewinnt deshalb gegenüber dem 2006er-Modell mit Euro-2-Freigabe satte acht Punkte. Das mit 40 Punkten gewich-
tigste Kriterium, das Preis-Leistungs-Verhältnis, ergibt sich aus der Relation der Gesamtpunktzahl zum Preis. Für die V-Strom 650 der letzte Triumph vor dem Gesamtsieg in dieser Wertung.
Übrigens: Wie war das mit der Passion und der Kalkulation?

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