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2017er-Triumph Street Triple S/R/RS Dreifacher Drilling

Die Triumph Street Triple ist im Modelljahr 2017 in drei Varianten verfügbar: Das Basismodell heißt Triumph Street Triple S, das Topmodell trägt das Kürzel RS, und dazwischen steht die Triumph Street Triple R. Alle drei profitieren von einer Hubraumaufstockung auf 765 cm³.

Triumph Street Triple S, R und RS

Die Triumph Street Triple hat eine supersportliche Verwandte, das ist kein Geheimnis. Für die 2017er-Triumph Street Triple trifft das mehr denn je zu; folgt man den Triumph-Offiziellen, ist sie näher mit der (inzwischen eingestellten) Daytona 675 verwandt als mit ihrer eigenen Vorgängerin. Für sie wurde der Dreizylinder durch eine von 76 auf 78 mm vergrößerte Bohrung und einen von 49,6 auf 53,4 mm erhöhten Hub auf 765 cm³ gebracht. Der Motor der 2017er-Triumph Street Triple ist also geringfügig langhubiger geworden - gut fürs Drehmoment.

Die Abmessungen des Motorgehäuses sind dabei gleich geblieben. "Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf, dass wir das hinbekommen haben", erklärt Triumph-Cheftechniker Stuart Wood. Eine weitere Hubraumerweiterung dürfte aber mit dem bestehenden Motorgehäuse nicht mehr zu machen sein.

Die drei Varianten der Triumph Street Triple heißen S, R und RS. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Peripherie, sondern schon im Motor selbst deutlich. Die S leistet 113 PS bei 11.250/min, die R 118 PS bei 12.000/min und die RS 123 PS bei 11.700/min. Diese unterschiedlichen Motorcharakteristiken entstehen nicht allein durch eine anders programmierte Elektronik, sondern durch den Einsatz modellspezifischer Teile wie Ansaugtrichter und Nockenwellen.

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Den Leichtmetall-Brückenrahmen und das angeschraubte Heckteil aus zwei Alu-Gussteilen haben die drei Triumph-Street-Triple-Varianten gemeinsam, ebenso die gekrümmte Zweiarm-Schwinge. "Banenenschwinge" hat sich als Benennung dafür etabliert; Triumph nennt die Form "Gullwing", also "Seemöwe" - wohl in Anlehnung an deren Flügel.

Interessanterweise ist sie ein Ergebnis der Euro4-Vorschrift, die nämlich einen größeren Auspuffsammler nötig machte. Um den unterzubringen, mussten die Entwickler Platz schaffen. Sie entwickelten für die Triumph Street Triple also die besagte Schwinge, die nebenbei eine höhere Steifigkeit gegen Längstorsion und eine höhere seitliche Flexibilität mitbringt, was wiederum der gestiegenen Leistung und den höheren erzielbaren Geschwindigkeiten Rechnung trägt.

Gebaut werden alle Modellvarianten der Triumph Street Triple inklusive ihrer Motoren im thailändischen Triumph-Werk südlich von Bangkok.

Die Triumph Street Triple ist im Modelljahr 2017 in drei Varianten verfügbar: Das Basismodell heißt Triumph Street Triple S, das Topmodell trägt das Kürzel RS, und dazwischen steht die Triumph Street Triple R.
Video von der Präsentation der Triumph Street Triple S, R und RS.
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Foto: Triumph
2017er-Triumph Street Triple S
2017er-Triumph Street Triple S

Triumph Street Triple S

Die Triumph Street Triple S vertraut auf ein Showa-Fahrwerk mit 110 und 124 mm Federweg.

Vorn kümmern sich zwei Zweikolben-Schwimmsättel um die Verzögerung, hinten ein Einkolben-Schwimmsattel.

Dem Fahrer stehen die beiden Riding Modes "Road" und "Rain" zur Verfügung.

ABS und eine abschaltbare Traktionskontrolle gehören zur Serienausstattung, ebenso das aus der großen Schwester Speed Triple entliehene LCD-Cockpit mit analogem Drehzahlmesser.

Der Heckrahmen der Triumph Street Triple S ist schwarz pulverbeschichtet.

Sie wird ab Mai 2017 in Rot und Schwarz verfügbar sein und 8.900 Euro (zzgl. 450 Euro Nebenkosten) kosten.

Technische Daten Triumph Street Triple S

Antrieb: Dreizylinder-Reihenmotor, Bohrung/Hub 78/53,4 mm, Hubraum 765 cm³, 83 kW (113 PS) bei 11.250/min, 73 Nm bei 9.100/min, zwei obenliegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Verdichtung 12,65:1, Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Kette

Fahrwerk: Leichtmetall-Brückenrahmen mit angeschraubtem, zweiteiligem Heckrahmen aus Aluminium-Guss, 41-mm-Upside-down-Gabel von Showa, Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein von Showa, Vorspannung einstellbar, Federweg vorn/hinten 110/124 mm

Räder und Bremsen: Gussräder, vorn 3,5x17, hinten 5,5x17, Pirelli Diablo Rosso Corsa in 120/70 ZR 17 vorn, 180/55 ZR 17 hinten, zwei 310-mm-Bremsscheiben mit Nissin-Zweikolben-Schwimmsätteln vorn, 220-mm-Bremsscheibe mit Brembo-Einkolben-Schwimmsattel hinten, ABS.

Maße und Gewichte: Länge/Höhe 2065/1060 mm, Radstand 1410 mm, Sitzhöhe 810 mm, Lenkkopfwinkel 65,2 Grad, Nachlauf 104,3 mm, Trockengewicht 166 kg, Tankvolumen 17,4 Liter

Foto: Triumph
2017er-Triumph Street Triple R
2017er-Triumph Street Triple R

Triumph Street Triple R

In der Triumph Street Triple R kommt ebenfalls ein Fahrwerk von Showa zum Einsatz, jedoch sind Gabel und Federbein in Federvorspannung, Zug- und Druckstufe einstellbar; die Federwege betragen 115 und 134 mm.

Vorn verzögern zwei radial angeschlagene Brembo-Vierkolben-Monoblock-Festsättel (Modell M4.32), hinten derselbe Einkolben-Schwimmsattel wie bei der S.

Der Fahrer kann auf die vier Riding Modes "Road", "Rain", "Sport" und einen frei programmierbaren zurückgreifen. Das ABS ist bei der Triumph Street Triple R abschaltbar, zudem verfügt sie über eine Anti-Hopping-Kupplung.

Ein 5 Zoll großes TFT-Display mit drei Darstellungen in je zwei Kontrastvarianten bietet dem Fahrer umfangreiche Informationen. Es ist über einen 5-Wege-Steuerknopf am linken Lenker gut zu bedienen und zur Einstellung auf die Größe des Fahrers in der Neigung verstellbar.

Die Triumph Street Triple R erkennt man leicht am roten Heckrahmen; sie kommt im April zu den Händlern und ist in Schwarz, Silbern und Weiß erhältlich. Den Preis hat der deutsche Triumph-Importeur noch nicht bekannt gegeben.

Technische Daten Triumph Street Triple R

Antrieb: Dreizylinder-Reihenmotor, Bohrung/Hub 78/53,4 mm, Hubraum 765 cm³, 87 kW (118 PS) bei 12.000/min, 77 Nm bei 9.400/min, zwei obenliegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Verdichtung 12,65:1, Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit Anti-Hopping-Funktion, Sechsganggetriebe, Kette

Fahrwerk: Leichtmetall-Brückenrahmen mit angeschraubtem, zweiteiligem Heckrahmen aus Aluminium-Guss, 41-mm-Upside-down-Gabel von Showa, Vorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar, Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein von Showa, Vorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar, Federweg vorn/hinten 115/131 mm

Räder und Bremsen: Gussräder, vorn 3,5x17, hinten 5,5x17, Pirelli Diablo Rosso Corsa in 120/70 ZR 17 vorn, 180/55 ZR 17 hinten, zwei 310-mm-Bremsscheiben mit radial montierten Brembo M4.32-Vierkolben-Festsätteln vorn, 220-mm-Bremsscheibe mit Brembo-Einkolben-Schwimmsattel hinten, ABS

Maße und Gewichte: Länge/Höhe 2065/1085 mm, Radstand 1410 mm, Sitzhöhe 825 mm, Lenkkopfwinkel 66,1 Grad, Nachlauf 100 mm, Trockengewicht 166 kg, Tankvolumen 17,4 Liter

Foto: Triumph
2017er-Triumph Street Triple RS
2017er-Triumph Street Triple RS

Triumph Street Triple RS

Die sportlichste, leistungsstärkste und am besten ausgestattete Variante der Triumph Street Triple heißt RS. Sie tritt gewissermaßen das Erbe des Supersportlers Daytona 675 an und wird nach Einschätzung des Importeurs für Deutschland die wichtigste der drei Modellvarianten sein. Ihre Gabel ist dieselbe wie in der R, als Federbein kommt jedoch ein Öhlins STX40 zum Einsatz, welches 131 mm Federweg bietet.

Am Vorderrad verzögern zwei Brembo-M50-Sättel (Vierkolben-Festsättel, Monoblock-Bauweise), hinten ebenfalls ein Einkolben-Schwimmsattel. Serienmäßig steht die Triumph Street Triple RS auf Pirelli Diablo Supercorsa SP-Reifen; die beiden anderen Varianten begnügen sich mit dem Rosso Corsa.

Für optimale Performance auf der Rennstrecke bringt die Triumph Street Triple RS einen zusätzlichen Riding Mode namens "Track" mit; außerdem ist sie mit Quickshifter und Laptimer ausgestattet.

Das 5-Zoll-TFT-Display eine zusätzliche Darstellungsform der relevanten Daten, wiederum in drei Varianten und zwei Kontraststärken.

Der Heckrahmen der Triumph Street Triple RS ist mattsilbern; das Motorrad selbst gibt es in Mattsilbern und Schwarz. Ab März soll es bei den Händlern stehen; auch hier schweigt sich der Importeur noch über den Preis aus.

Technische Daten Triumph Street Triple RS

Antrieb: Dreizylinder-Reihenmotor, Bohrung/Hub 78/53,4 mm, Hubraum 765 cm³, 90 kW (123 PS) bei 11.700/min, 77 Nm bei 10.800/min, zwei obenliegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, Verdichtung 12,65:1, Mehrscheiben-Ölbadkupplung mit Anti-Hopping-Funktion, Sechsganggetriebe mit Quickshifter, Kette

Fahrwerk: Leichtmetall-Brückenrahmen mit angeschraubtem, zweiteiligem Heckrahmen aus Aluminium-Guss, 41-mm-Upside-down-Gabel von Showa, Vorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar, Zweiarmschwinge mit Zentralfederbein von Öhlins (STX40)Vorspannung, Druck- und Zugstufendämpfung einstellbar, Federweg vorn/hinten 115/131 mm

Räder und Bremsen: Gussräder, vorn 3,5x17, hinten 5,5x17, Pirelli Diablo Rosso Supercorsa SP in 120/70 ZR 17 vorn, 180/55 ZR 17 hinten, zwei 310-mm-Bremsscheiben mit radial montierten Brembo M4.32-Vierkolben-Festsätteln vorn, 220-mm-Bremsscheibe mit Brembo-Einkolben-Schwimmsattel hinten, ABS

Maße und Gewichte: Länge/Höhe 2065/1085 mm, Radstand 1410 mm, Sitzhöhe 825 mm, Lenkkopfwinkel 66,1 Grad, Nachlauf 100 mm, Trockengewicht 166 kg, Tankvolumen 17,4 Liter

Weitere Varianten der Triumph Street Triple

Im Laufe des Jahres werden eine auf der S basierende Variante mit 660 cm³ Hubraum zur A2-Führerschein-tauglichen Drosselung auf 48 PS folgen, außerdem eine Street Triple R Low mit einer um 30 mm reduzierten Sitzhöhe.

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