Alles eine Frage der Einstellung (Archivversion)

Jeder redet davon, kaum einer macht‘s: ein Motorrad bauen, das sich individuell auf den Fahrer einstellen lässt. Bei KTM hat man zu diesem Thema die Köpfe rauchen lassen und zum Teil ebenso simple wie geniale Ideen umgesetzt. Das beginnt bei den Lenkerhälften, die per Distanzbuchsen 15 Millimeter unterhalb der oberen Gabelbrücke festgeschraubt sind – und sich entsprechend weiter nach oben verschieben lassen. Die Rasten bieten die Möglichkeit, in unterschiedlich hohen Positionen montiert zu werden. Dazu können je nach Schuhgröße die Pedale von Brems- und Schalthebel in drei unterschiedlichen Abständen zur Raste positioniert werden.

Beim Schaltgestänge lässt sich sogar das Hebelverhältnis ändern, je nachdem, ob man kürzere Schaltwege bei etwas höherem Kraftaufwand oder längere Wege bei geringerer Schaltkraft bevorzugt. Und nebenbei ist der Schalthebel bereits für das Umdrehen des Schalt­schemas bei der Verwendung der KTM-eigenen Racing-Fußrasten vorgesehen.

Genial einfach ist das Anheben des Heckrahmens und damit des Fahrersitzes. Die zu lösenden Schrauben sind gut zugänglich, die Bohrungen passgenau, ein Helfer jedoch empfehlenswert. Auch das Fahrwerk lässt sich dank wirkungsvoller Einstellbereiche der Dämpferschrauben gut auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen. Und wer die Heckhöhe verändern will, findet dazu einen leicht zugänglichen Exzenter an der Umlenkung des Federbeins. Das Beste daran aber: Obwohl fast überall Torx-Schrauben verwendet werden, lassen sich alle Einstellarbeiten mit dem hochwertigen Bordwerkzeug mit wenig Aufwand praktisch am Straßenrand erledigen. Da könnten sich mancher Hersteller eine Scheibe abschneiden.

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