Alles, was schnell machte: Modifikationen (Archivversion)

Alles, was schnell machte: Modifikationen

Die beiden GSX-R 600 gingen weitgehend serienmäßig ins Rennen. Einschneidendste technische Änderung: ein Technoflex-Federbein mit getrennt einstellbarer High- und Lowspeed-Druckstufendämpfung (Highspeed: schnelles Einfedern, Lowspeed: langsames Einfedern. Die Druckstufendämpfung an gewöhnlichen Federbeinen reguliert nur die Highspeed-Dämpfung). Natürlich wurde die Sekundär-Übersetzung an die Strecke angepaßt. Eine schmale 520er X-Ring-Kette (Serie: 525) verringert die Verlustleistung. Alle weiteren Änderungen dienen schnellen Boxenstopps. Kunststoff-Konusse an den Enden der Radachsen erleichtern das Einfädeln beim Radwechsel. Eine aufwendige Halterung an der Schwinge hält den Bremsanker und die Raddistanzbuchsen an ihrem Platz und erleichtert den Kettenservice. Die vorderen Bremsbeläge werden durch einen speziellen Schnellverschlußsplint gehalten. Das Tankvolumen wurde vergrößert, der Tankdeckel gegen einen großen Lkw-Verschluß getauscht. Letztlich schützen Kunststoffschleifer den Rahmen für den Fall des Falls. JS
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Suzuki GSX-R 600-Langstreckenrennmaschine (V) (Archivversion) - Der Verschleiß

Das Siegermotorrad mit der Nummer 60 legte in 24 Stunden fast 3000 Kilometer zurück (bis auf wenige Meter Boxengasse fast alle mit Vollgas). Klar, ein gewisser Verschleiß war zu erwarten. Die siegreiche GSX-R strafte aber alle Skeptiker Lügen: Die Leistungsmessung nach dem Marathon offenbarte, daß die Suzuki keines ihrer 106 Pferde eingebüßt hat. Auch bei der Zerlegung und Vermessung von Motor und Getriebe fand sich lediglich eine leicht angeschliffene Schaltgabel (kein Wunder bei über 16000 Schaltungen unter Vollast), die aber bedenkenlos weiter verwendet werden kann. Alle anderen Bauteile befinden sich noch in neuwertigem Zustand - Hut ab. Tatsächlich verschlissen wurden die Betriebsstoffe und die namentlichen Verschleißteile. Nicht weniger als 349 Liter Super bleifrei, aber nur 0,2 Liter Öl verbrauchte der Vierzylinder. Vier Sätze Reifen je Team (Pirelli Mtr 01/02 und Metzeler ME Z1 in Standardmischung) wurden Opfer der langen Hatz. Die DID-Endurance-Kette mußte nur ein einziges Mal gespannt werden, und die Lucas-Langstreckenbremsbeläge überstanden die gesamte Renndistanz. JS

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