Alternativ - Programm (Archivversion) Verschiedene Wege

Auch wenn sowohl hinter der GS als auch hinter der 990 Adventure eindeutig der Gedanke der Eier legenden Wollmilchsau steht, stellen beide Hersteller ihren Groß-enduros andere Derivate zur Seite, um eine möglichst große Spannweite abzudecken. Dabei gehen beide den „marken-typischen“ Weg: Während BMW mit der mächtigen R 1200 GS Adventure (ab 14150 Euro) den universellen Charakter der GS ein wenig mehr in Richtung Reise verschiebt und mit der F 800 GS in günstigere Preisregionen (ab 9750 Euro) vordringt, ohne die Einsatzmöglichkeiten einzuschränken, akzentuierte KTM die ohnehin schon spitzer aufgestellte 990 Adventure in zwei weit auseinanderdriftende Versionen.

Dabei war die straßenorientierte Variante Supermoto (12395 Euro) bislang eindeutig erfolgreicher als ihre Schwester fürs ganz Grobe, die Super Enduro. Mit der Folge, dass die Enduro lediglich noch abverkauft wird (Preis: 11695 Euro plus Nebenkosten) und die Supermoto als SMT deutlich reiseaffiner werden soll (Fahrbericht in Motorrad 6/2009). Das gelingt ihr redlich. Wobei die SM ihren extrovertierten Charakter durch den Anbau von Windschild und Mini-Koffern natürlich nicht ablegen kann. Außerdem dürfte das Fehlen eines ABS das Abwerben im BMW-Lager nicht leichter machen. So gesehen wird auch die SMT bleiben, was bereits die Adventure mit etwas anderer Ausrichtung ist: eine faszinierende Fahrmaschine. Die Wollmilchsau aber heißt GS.

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