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Naked Bikes von Honda sind eher selten, eine gebrauchte BMW bis 6000 Euro ebenfalls.

Im populären Marktsegment der klassischen, unverkleideten Motorräder spielt der weltgrößte Motorradhersteller derzeit nur die Rolle des Exoten. So konnte Honda von der exzellent verarbeiteten CB 1000 zwischen 1993 und 1996 lediglich rund 1100 Stück verkaufen. Heute hat die CB 1000, deren Zuverlässigkeit und Fahrwerksqualitäten ohne Tadel sind, eine überaus treue Fangemeinde, was die Suche nach einem gebrauchten Exemplar oft zu einer Geduldsprobe werden lässt. Gut erhaltene CB 1000 im Original-zustand werden meist zu Preisen gehandelt, die deutlich über den Notierungen von Schwacke liegen. Dies gilt auch für die CB 1300, die nur in kleinsten Kontingenten als Grauimport ihren Weg nach Deutschland gefunden hat. Wer auf diesen Hubraumgiganten abfährt, wird für eine CB 1300 in ähnlich gepflegtem Zustand wie der der besichtigten Maschine (Bilder rechts) unter 6000 Euro kaum fündig werden. Wie bei vielen Exoten könnte es jedoch bei Ersatzteilen unter Umständen zu Problemen kommen. Derartige Schwierigkeiten sind bei einer BMW R 1100 R, die zwischen 1994 bis 2000 insgesamt 12073 Käufer fand, nicht zu erwarten. Mit ihrem technisch-nüchternen Styling, geregeltem Katalysator, ABS, Telelever und Paralever-Radaufhängung spricht sie eher den Pragmatiker und weniger die Liebhaber klassischer Formen an. Wer eine gebrauchte R 1100 R in die engere Wahl zieht, sollte auf ein vollständig gestempeltes Service-Scheckheft achten, weil BMW anfängliche Malaisen im Rahmen der turnus-mäßigen Inspektionen abstellte.

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