Aprilia RS 250, Honda NSR 250 (VT) (Archivversion) Breitensport: jeder gegen jeden

So, jetzt steht er also in der Garage, der kleine Zweitakt-Renner. Auf der Straße hat man zweifellos seinen Spaß damit, aber so richtig genüßlich läßt sich das, was da an Dynamik drin steckt, gar nicht umsetzen. Also ab auf die Rennpiste. Denn nur ohne Gegenverkehr und umrahmt von freundlichen Kiesbetten geht´s zünftig vorwärts. Zum Beispiel beim Aprilia-Cup. Dort fahren im Rahmen des Euro-Cup alle Teilnehmer auf der modifizierten RS 250 um die Wette. Nach einem festgelegten Reglement leisten die serienmäßigen Motoren rund 66 PS. Bei den vier Wochenendveranstaltungen gehen jeweils zwei Renn- und jede Menge Trainingsläufe über die Bühne. Die besten Nachwuchsfahrer werden zur Talentprobe auf Aprilia-Rennmaschinen eingeladen. Das Nenngeld für die komplette Rennserie beträgt 1490 Mark inklusive Teamkleidung, Verpflegung und technischer Betreuung. Für Gelegenheitsstarter kostet das Wochenende 380 Mark. Kontaktadresse: Aprilia-Cup Organisation, Dortmunderstraße 23, 41564 Kaarst, Telefon 0521/44 703 53.Nicht ganz so familiär geht’s beim ADAC-Cup zu. Dort trifft sich der ehrgeizige deutsche B-Lizenz-Nachwuchs zum Schlagabtausch auf 250er Zweitakt-Maschinen oder 400er Viertaktern. Natürlich bremst ein strenges Reglement ausufernde Materialschlachten ein und sorgt dafür, daß die laufenden Kosten im Rahmen bleiben. So sind beispielsweise Reifenwärmer und Schaltautomaten verboten. Gefahren wird auf Straßensportreifen, die in der maximalen Baubreite von 120 und 160 Millimeter montiert werden dürfen. Das Mindestgewicht für Zweitakter liegt bei 140, für die Viertakt-Renner bei 165 Kilogramm. Beim ADAC-Cup ist eine maximale Höchstleistung von 67 PS zulässig. Nach sieben Läufen pro Saison steht der Cup-Sieger fest, der bei entsprechendem Talent mit einer großzügigen Unterstützung seiner weiteren Rennsportkarriere rechnen kann. Das Nenngeld für die komplette Saison inklusive mehrtägigem Vorbereitungs-Training beträgt 2500 Mark. Kontaktadresse: ADAC-München, Am Westpark 8, 81373 München, zu Hd. Frau Breitholz.Aus der ehemaligen Rallye-Meisterschaft ist für die Saison 1997 die Motorrad-Seriensport-Klasse entstanden. Dort müssen die Maschinen im weitesten Sinn der StVZO entsprechen. Auf permanenten Rundstrecken wird eine Dauerprüfung und eine mindestens 40 Kilometer lange Sprintprüfung mit stehendem Start durchgezogen. Je nach aktuellem Punktestand wird dabei die Startaufstellung vorgenommen. Die Gesamtfahrstrecke beträgt mindestens 201 Kilometer. Wer hier für seine 200 Mark Nenngeld nicht genug zum Fahren kommt, ist selber schuld. Für den ADAC-Cup und die Serienmeisterschaft ist eine OMK-Lizenz notwendig, die bei der OMK beantragt werden kann, wo es auch weitere Infos zur Serienklasse gibt. Kontaktadresse:OMK, Waidmannstraße 47, 60596 Frankfurt.Eine weitere und gern genutzte Möglichkeit, die Kuh mal richtig fliegen zu lassen, sind die freien Trainings für Hobbyrennfahrer auf gesperrten und abgesicherten Rennpisten. Allerdings sollte man sich als Anfänger an die Trainings-Angebote halten, die ihre Fahrergruppen so zusammenstellen, daß Anfänger mit Anfänger und Profis mit Profis auf die Piste gehen oder Instruktoren die Einweisung der Neulinge übernehmen. Termine und Adressen: in MOTORRAD oder im Kleinanzeigenteil von Motorsport aktuell.

Artikel teilen

Anzeige

Aktuelle Gebrauchtangebote