Aprilia RS³ MotoGP-Rennmaschine: Tests (Archivversion) Rossi fehlt

Tohru Ukawa war der einzige MotoGP-Pilot auf der Fünfzylinder-Viertakt-Honda bei den letzten Tests in Malaysia. Sportlich begeisterte er mit einer Rennsimulation über 30 Runden, für die er 30 Sekunden weniger brauchte als der Sepang-Sieger 2001, Valentino Rossi auf der Zweitakt-NSR 500. Der Erfolg war freilich durch eine politische Krise getrübt: Rossi glänzte nach monatelangem, ergebnislosem Tauziehen um einen neuen Vertrag bei den Tests durch Abwesenheit. Cheftechniker Jerry Burgess (auf dem Archivbild mit Rossi) war stocksauer. Der Weltmeister besteht auf die Lieferung von Moto Cross-Maschinen, eine Klausel, die Honda schon deshalb nicht akzeptieren will, weil Rossi im letzten Jahr ohnehin mit kostenlosen Motorrädern und Autos überhäuft wurde. Auch, dass er Gratis-Flugtickets für seinen Manager will, ist Honda ein Dorn im Auge. Wegen seiner Abneigung gegen Tabakwerbung passt Rossi zudem der neue Teamsponsor Mild Seven nicht. Als Gegenschlag hat Honda die Honorarofferte gekürzt und die Zusammenarbeit eingefroren, bis Rossi endlich seinen Vertrag unterschreibt – oder geht. Jetzt tritt Carlo Fiorani, Manager des HRC-Rennteams in Europa, als Vermittler auf, und will den Superstar auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

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