Arbeitskampf Harley-Davidson Harley: Streik beendet

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+++ UPDATE +++ Der Streik bei Harley-Davidson ist beendet, Geschäftsführung und Gewerkschaft haben sich auf einen neuen Tarif verständigt, die Produktion in York läuft wieder. Harley selbst hat sich noch nicht zu den Details der Einigung geäußert, nach unbestätigten Meldungen sollen die Lohne allerdings um zirka zwölf Prozent angehoben werden, und dafür im Gegenzug die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Das Harley-Management zeigte sich zufrieden und bezeichnete den neuen Vertrag, der drei Jahre laufen soll, als zukunftssichernde Maßnahme. +++ (06. 02) Beim Hersteller Harley-Davidson sind zum ersten Mal seit 16 Jahren mehrere tausend Arbeiter in den Streik getreten. Zuvor hatten sie mit großer Mehrheit einen neuen Betriebsvertrag abgelehnt und für einen Arbeitskampf gestimmt, nachdem die bisherige Betriebsvereinbarung nach fünf Jahren ausgelaufen war.

Nach Ansicht der Arbeitnehmer hätte der neue Betriebsvertrag zu einer Verschlechterung ihrer Situation geführt, da er unter anderem eine Kürzung der Arbeitgeber-Zuschüsse für die Krankenversicherung vorsah. Die angebotene Gehaltserhöhung von vier Prozent bei einem Vertrag von drei Jahren hätte dies nicht ausgeglichen.
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In den Achtzigern stand Harley-Davidson kurz vor dem Untergang, doch inzwischen laufen die Geschäfte mit den ur-amerikansichen Motorrädern seit Jahren höchst erfolgreich. Trotzdem argumentiert die Geschäftsleitung, die Zugeständnisse der Arbeiter seien nötig, damit man sich nicht in zehn Jahren "in derselben Position befinde, wie gegenwärtig die Detroiter Autoindustrie".

Das Werk in York produziert unter anderem die Softail-Baureihe, die zu den meistverkauften in den USA gehört. Damit dürfte der Streik Harley am Tag mehrere Millionen Dollar kosten.

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