(Archivversion) lesererfahrungen

10000 Kilometer, null Probleme, 100 Prozent Spaß. Die
V-Rod ist meine achte Harley und mit Abstand das Tollste, was
HD je auf zwei Räder gestellt hat. Die lümmelige Sitzposition, der Super-Duper-Sahne-Motor, die rattenscharfe Optik, das für eine Harley nahezu spielerische Handling – eine einmalige Mischung. Nachteile gibt es auch: Man putzt sich einen Wolf, der viel zu
lütte Tank – das war’s. Okay, ein ABS könnte sie auch haben. Aber: Fragt jemand bei Claudia Schiffer, ob sie kochen kann?
Ernst Baader
Ich habe eine V-Rod der ersten Stunde und 16000 Kilometer zurückgelegt. Davon viele Bergstrecken in den Schweizer
Alpen, zwei- bis fünftägige Touren durch Frankreich und in Tirol. Die Sitzposition ist für mich (1,78 Meter) ideal. Die Fläche des Beifahrersitzes ist zu klein, der Abstand vom Fahrer zur Sissybar zu eng. Außerdem sind die Fußrasten zu hoch angesetzt. Durch den Anbau einer Fußrastenverlängerung ist es etwas besser geworden. Die V-Rod hat einen der besten Motoren, die ich je gefahren bin. Mit respektablem Schub schon ab 3000/min und immer genügend Dampf für Überholmanöver. Bis auf eine defekte Dichtung der Wasserpumpe habe ich keine Probleme gehabt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, ich bin von der V-Rod begeistert.
Urs Berger
Ich bin 28 Jahre und gehöre zur der Personengruppe, die sich mit dem Motorrad einen großen Traum erfüllt und dafür ein Jahrzehnt gespart hat. Bis auf die mangelnde Soziustauglichkeit und das kippelige Fahrverhalten beim langsamen Kurvenfahren bin ich mit der V-Rod super zufrieden. Die amerikanische Schweiß- beziehungsweise Lackierkunst lässt allerdings zu wünschen übrig. Nach zirka vier bis fünf Monaten kam bei mir die braune Soße aus zehn bis fünfzehn Schweißnähten unterhalb der Sitzbank sowie unterhalb des Luftfilters herausgelaufen. Der Harley-Händler in Sittard, Niederlande, hat sich für mich eingesetzt, so dass ich einen neuen Rahmen bekam. Dieser wurde vorsichtshalber mit einer aufwendigen Pulverbeschichtung versehen. Nach vier Monaten musste ich feststellen, dass sich ein Sicherungshalter an einer Stelle abgelöst hatte und wiederum der braune Dreck hervorkroch. Bezüglich der miesen Verarbeitungsqualität habe ich jetzt Harley in den USA angeschrieben und warte auf deren Stellungsnahme. Ansonsten, wie gesagt, bin ich mit dem Motorrad sehr zufrieden.
Christian Krämer
Als ich das erste Foto der V-Rod sah (in MOTORRAD), war ich begeistert. Hätte bis zu diesem Zeitpunkt geschworen, mir nie eine Harley zu kaufen. In einem Jahr habe ich 15000 problemlose Kilometer abgespult und den Kauf nicht eine Sekunde bereut. Überzeugend für mich war neben der Optik vor allem die Motorcharakteristik, das klasse Fahrwerk sowie die Top-Verarbeitung.
Im Solobetrieb absolut langstreckentauglich – zumindest für
meine Größe (1,70 Meter). Und für das Gewicht und den langen Radstand sehr handlich. Kritik gibt’s aber auch: Der Tank könnte ein paar Liter mehr fassen. Na ja, und die Schräglagenfreiheit könnte bei der Leistung ruhig größer sein. Ja, und so bin ich
Harley-Fan geworden. Übrigens: Da die schöne Linie der V-Rod mit Seitentaschen zerstört wird, fahre ich auf Langstrecken mit dem Speedpack von Bags-Connection. Tolle Qualität – sitzt wie angegossen und ist leicht zu befestigen.
Dieter Quast
Ich fahre seit 2003 eine Harley-Davidson V-Rod (12000
Kilometer). Der durchzugsstarke Motor und die insgesamt mo-
derne Technik überzeugen durchweg, ebenso die einwandfreie Verarbeitungsqualität. Lediglich der Lack der V-Rod 100th Edition neigt zu unschönen Abstreifungen. Das stabile Fahrwerk er-
möglicht auch Fahrten bei Höchstgeschwindigkeit, wobei Tempi
über 180 auf Dauer ohne Windabweiser nerven, sofern man
sich nicht auf dem Tank auflegt. Mit meinen 1,85 Metern ist die
Maschine wie für mich gemacht; Personen von 1,70 bis zirka
1,90 Meter sitzen auch auf längeren Fahrten gut. Nachteilig sind die hohen Inspektions- und Teilekosten. Die V-Rod ist ein teurer Spaß, der nicht für jeden lohnt. Dafür erweist sich das Bike als gutmütiger, treuer Begleiter in jeder Situation. Durch den breiten Lenker und die schmale Form lassen sich die 280 Kilogramm
auch im engen Tübingen durch Staus bugsieren (ich bin nämlich noch Student).
Falk W. Müller

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