Aue, Holger: 10 Jahre Comic-Jubiläum in MOTORRAD (Archivversion)

Zu den denkwürdigsten Abgängen Holger Aues von den Rennstrecken dieser Welt darf zweifelsohne jener im Sommer 2003 gerechnet werden, als eine ihres Fahrers entledigte Gummikuh dermaßen fies seine Ideallinie kreuzte, dass eine Kollision sich nicht mehr
vermeiden ließ. Woraufhin Aue subito
im eigentlichen Terrain der Kuh sich wiederfand, im Grünen also. Und das hatte Konsequenzen. Erstens für Aues Haut, respektive das, was davon übrig blieb. Zweitens für die Körperkunst.
Aue erfand das Schürfing, jene insbesondere dem wagemutigen Motorradfahrer vorbehaltene, mit Verlaub als
absolut trendy zu bezeichnende Alternative zu Piercing und Branding.
Drittens muss die Geschichte der Nordschleife neu geschrieben werden. Denn anders als sein Alter Ego, Holli Hatzenbach, der nach einer Stelle des Rings heißt, wurde nach Aues Ausritt ein Streckenabschnitt nach ihm benannt: »in den Auen«.Wenn Aue sich wieder mal zu schnellen
Runden auf den Ring begibt – und das passiert jedes Jahr mindestens zwei- bis dreimal, wenn er als so eine Art Instruktor fürs MOTORRAD
ACTION TEAM den Nordschleifenguide gibt –, dann also könnte er an bewuss-
tem Ort bei jedem Turn
den Hut vor sich selber
ziehen, wenn er nicht einen Helm aufhätte.

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