Ausprobiert: Anti-Hopping-Kupplung für BMW K 1200 Ausgestempelt

Fast jeder Rennfahrer kennt es, keiner will es: Das Stempeln des Hinterrads beim harten Anbremsen einer Kurve. Man knallt auf ein Eck zu, wählt den spätest möglichen Bremspunkt und schaltet drei Gänge auf einmal zurück. Beim Einkuppeln schnappt die Drehzahl hoch. Das Hinterrad, beim Bremsen stark entlastet, gerät
in Schlupf, die Aufhängung in Resonanzschwingungen, und das Rad beginnt wüst zu trampeln. Der Einlenkpunkt ist verhunzt, Ross und Reiter hoppeln im schlimmsten Fall ins Kiesbett. Auch die BMW K 1200 R und S sind, sportlich bewegt, nicht frei von Hinterrad-Stempeln.
Abhilfe schafft eine Anti-Hopping-Kupplung, in einigen japanischen und
italienischen Supersportlern bereits Standard. Und wo nicht, kann oft der Zubehör-Markt weiterhelfen. BMW-K 1200-Piloten allerdings schauten bislang in die Röhre. Nun bietet Mobil-Tech (www.mobil-tech.de, Telefon 07424/6140) für 1149 Euro eine einbaufertige Anti-Hopping-Kupplung für die K 1200 an, bestehend aus Kupplungskern und Druckplatte. Serienbeläge, Außenkorb und Membranfeder werden weiter-verwendet. Die mb2c-Kupplung besitzt eine zweiteilige Kupplungsnabe. Deren Innen- und Außenteil lassen sich über direkt aufeinander gleitenden Rampen gegeneinander verdrehen. Dabei findet eine Axial-Verschiebung des Innenteils gegen die Druckplatte und damit die Kupplungsfeder statt – die Kupplung trennt.
Völlig austreiben kann die mb2c-Kupplung der K 1200 R das Stempeln zwar nicht, besonders wenn beim Einkuppeln die Fußbremse mit betätigt wird. Dafür sind wohl einfach die ungefederten Massen des Kardans zu hoch. Doch während eine zum Vergleich gefahrene K 1200 S die Bremsprüfung mit heftig auf und ab springendem Hinterrad absolvierte, hielt die mb2c-bestückte BMW die Hinterhand um Klassen ruhiger als die Serie. Was sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke einen klaren Sicherheitsgewinn bringt. abi

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