Ausprobiert (Archivversion)

Nicht immer beweisen die Motorradhersteller bei den Reifenfreigaben ein glückliches Händchen, so auch im Fall der Suzuki TL 1000 R: Mit der eigens für die R entwickelten ME Z3 A-Erstbereifung (A steht für eine sogenannte Einlagenrayonkarkasse) konnte sich keiner der MOTORRAD-Tester so recht anfreunden. Viel besser fuhr sich die Suzuki mit dem nicht homologierten ME Z3 Racing. Er verfügt über die gleiche Gummimischung wie die A-Spezifikation, unterscheidet sich lediglich in der Karkasse: er hat eine Nylonkarkasse. Eine Freigabe dieses Reifens seitens Suzuki wäre durchaus wünschenswert.Denn derzeit erlaubt Suzuki nur eine Alternative: Die heißt Dunlop Sportmax D207. MOTORRAD zog diese Bereifung ebenfalls auf die TL 1000 R.Ergebnis: Die Suzuki gewinnt mit den japanischen Pneus etwas an Handlichkeit, ohne sich allerdings den Titel »Handlingkünstlerin« zu verdienen. In Sachen Grip bei schneller Landstraßenhatz gehört der D207 zur Oberklasse . Was nervt, ist die Tendenz zu leichtem Shimmy zwischen 80 und 100 km/h, sowohl im kaltem, als auch im warmgefahrenen Zustand. Bei Topspeed auf der Autobahn liegt die TL 1000 R mit den Dunlops geringfügig nervöser als mit den spurstabilen Metzeler ME Z3 Racing.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote