Benelli Benelli: Duo mit Due

So sieht sie also aus... Hallo, meine Herren, bitte auf die Benelli sehen, die ist gemeint, nicht eine der beiden
Damen. Was vor zwei Wochen noch als Zeichnung und unter der Bezeichnung Leo 756 in MOTORRAD erschien, zeigte sich in Köln als richtiges Motorrad mit Namen due – in dessen Tiefen Experten freilich noch einige Holzteile zu erkennen glaubten. Das tut bis auf Weiteres nichts zur Sache, Benelli hat ohnehin angekündigt, erst zum September 2007 in Produktion gehen zu wollen.
So in 3D ausgeformt wirkt der Entwurf des jungen spanischen Designers Carlos Solsona noch stimmiger als auf Papier; die due soll im Benelli-Programm die Rolle der kleinen, leicht zu fahrenden, kostengünstigeren TnT übernehmen und nicht zuletzt weibliche Kundschaft ansprechen. Das wird ihr, einen bezahlbaren Preis vorausgesetzt, mit ihrem hübschen Outfit gelingen. Am Pressetag, an dem sich eine Vorstellung an die andere reihte, ging Benelli das hohe Risiko ein, als letzte Firma einer schon sichtlich ermatteten Journalistenmeute ihre Neuheiten zu präsentieren. Und schaffte es tatsächlich, den müden Haufen zu einem sehr engagierten Applaus hinzureißen. Wenn das kein gutes Omen ist.
Anerkennung sei dem Hersteller aus Pesaro auch ausgesprochen, weil er sich als einziger unter den namhaften Italienern werkseitig in Köln engagierte; Ducati war wenigstens dank der Initiative des deutschen Importeurs vertreten, die anderen mieden Köln ostentativ, wohl um ihre
eigene Messe in Mailand zu begünstigen. Kein besonders kluges Verhalten, denn schließlich hängen die italienischen Hersteller stark vom immer noch kaufkräftigen deutschen Markt ab.
Auffällig unauffällig hielten sich die chinesischen Eigentümer der Präsentation von Benelli fern. Die Marke, so ihre Botschaft, soll genuin italienisch bleiben. Das ließ sich sogar in Deutschland überzeugend darstellen.

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