Bereifung

Foto: Jahn
Zwischen Rennstreckeneinsatz und Urlaubstour kann die CBR 600 F so ziemlich alles, was auf halbwegs befestigten Straßen abläuft. Es lag also nahe, entsprechend der Vielseitigkeit des Motorrads, je zwei Sätze von den besten Sport- und Tourenreifen auszuprobieren. Der Metzeler Sportec M3 und der Michelin Pilot Power, fürs Vorderrad in C-Spezifikation, zählen zu den sportlichen Straßenreifen, der Bridge-stone BT 021 F/R und der Dunlop Sportmax Roadsmart zur Gattung der Tourenreifen. Wobei sich im direkten Vergleich gezeigt hat, dass es schon einer verschärften Gangart bedarf, um die Tourenreifen so weit zu bringen, dass sie durch spürbares Knautschen ihren Eintritt in den erweiterten Grenzbereich anzeigen.

Alle vier Paarungen sind auf der CBR freigegeben und überzeugen voll und ganz. Eine von ihnen konnte sogar regelrecht begeistern: Michelin Pilot Power, vorn in C-Spezifikation. Sie sind die Carving-Reifen für die CBR, bringen das Motorrad leichtfüßig und präzise auf der gewünschten Linie in Schräglage. Im weiteren Verlauf der Kurve hält die CBR auf Pilot Power vorbildlich die enge Linie, selbst wenn in Schräglage schon kräftig beschleunigt wird. Zudem bieten die Michelin-Pneus am meisten Komfort in welligen Passagen und überzeugen auch bei Nässe voll und ganz.

Sowohl in Sachen Handlichkeit als auch was die Neutralität betrifft, erreichen die Metzeler Sportec M3 nicht den Glanz der Michelin-Reifen. Letzteres macht sich vor allem in engen Kurven bemerkbar, wo die CBR deutlich mehr Einsatz verlangt, um auf Kurs zu bleiben. Erster bei den Tourenreifen wird auf der CBR die Dunlop-Roadsmart-Kombination. Sie ist bezüglich Handlichkeit und Präzision fast auf Michelin-Niveau und bietet dadurch ein ähnlich unbeschwertes Fahrgefühl. Auch bei Nässe gefallen die Roadsmart, einzig beim Fahrkomfort fallen sie gegenüber den Michelin ab.

Über Bodenwellen wirkt insbesondere die Hinterhand etwas rumpelig und ungebärdig. Noch holpriger fährt sich der Bridgestone-BT 021 auf der CBR. Seine starke Seite ist die mustergültige Neutralität über den ganzen nutzbaren Schräglagenbereich; auf extrem agilen Motorrädern schlägt seine große Stunde, ausgewogene Maschinen wie die CBR büßen ein wenig an Handlichkeit ein. Frisch montiert brauchen die BT 021 eine relativ lange An- und Einfahrzeit, bis sie richtig Grip entwicklen – MOTORRAD empfiehlt, sie 30 Kilometer lang auf kurvenreicher Strecke mit langsamer Temposteigerung einzukneten.

Top Handling und Nassgrip sowie Komfort für etwa 246,50 Euro

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