Bernd Deichfuss (Archivversion) Suzuki GSX 1100 G

Fahrer: 50 Jahre, Metallbauer und Lkw-Fahrer Motorrad: 16 Jahre, Kilometer: 248000

Das war wohl das schwärzeste Wochenende meiner Zweiradlaufbahn.« Ihre Fahrt zum Vielfahrertreffen werden Bernd und Astrid Deichfuß nicht so schnell vergessen. Auf der Hinfahrt verabschiedete sich der Kardan der Suzuki GSX 1100 G – der zweite Defekt dieser Art. »Kein schönes Geräusch ist das, bei 170 km/h auf der linken Spur« (Bernd).
Dabei hatte er die G vor 16 Jahren genau wegen des Kardans gekauft, »nachdem von 1979 bis 1991 eine GS 850 G 235000 Kilometer unter mir hatte erleiden müssen«. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Zwei Kilometer auf der Autobahn die defekte 1100er geschoben, dann Rücktransport, am Abend einen Kardan aus dem Gebrauchtteile-Fundus montiert und morgens wieder los. Bis auf der Rückfahrt 80 Kilometer vor Zuhause ein Pleuel abriss.
Aus Zeitmangel wartet die Suzi bislang noch waidwund neben einer ebenfalls zerlegten Yamaha XS 650. Egal, der semiprofessionelle Sänger der »Rock’n Roll Doctors« aus Bensheim (»Suzuki Deutschland liegt bei uns vor der Tür«) will der G treu bleiben. Toll sei Suzukis Baukastensystem: »Da passt die Kurbelwelle der Bandit und der 17-Zoll-Radsatz einer GSX-R.« 2008 soll die Upside-down-Gabel eines Schwestermodells die »nicht mehr ganz originale« GSX aufwerten, die schon bis Südspanien und die Türkei fuhr.
Und der abweichende Tachostand? »Nach einem Wegrutscher habe ich mal Armaturen und Instrumente getauscht.« Na denn, zukünftig gute Fahrt!


DAS MOTORRAD: neu gekauft im Frühjahr 1991, bislangzweimal Endantrieb (Kardan) nach herausgedrücktemSimmerring defekt; ein Pleuelriss nach gut 248000 km; dieGSX trägt die modifizierte Verkleidung einer GSX-R, Koffer-träger von Krauser und eine Vier-in-eins-Auspuffanlage

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