Besichtigung (Archivversion)

Die Besichtigung einer Hornet gehört zu den einfacheren Übungen im Motorradfahrerleben, vorausgesetzt, das gute Stück befindet sich im Originalzustand. Dann reicht es, die Verschleißteile auf ihren Zustand zu überprüfen sowie nach Sturzspuren zu fahnden, Stichwort Lenkanschlag. Modellspezifische Mängel gibt es bei der Hornet nicht zu beklagen. Die Mechanik ist äußerst robust und steckt auch hohe Laufleistungen locker weg. Dank guter Verarbeitung und wertigen Mate-rialien ist Rost kaum ein Thema. Der findet sich allenfalls gelegentlich an der unteren Gabelbrücke, und peniblen Zeitgenossen ist das Zündschloss zu hakig. Etwas mehr Aufwand ist vonnöten, wenn die Hornet, was öfter vorkommt, auf Streetfighter getrimmt wurde. Dann sollte kontrolliert werden, ob Lenker, Scheinwerfermasken, Auspuffanlagen und so weiter mit den in den Papieren eingetragenen Bauteilen übereinstimmen und für einen späteren Weiterverkauf ist es wichtig, sich die Originalteile aushändigen zu lassen. Ausgeprägter Individualismus hat nämlich die Eigenschaft, den Massen­geschmack nur bedingt zu treffen, was auf den Gebrauchtpreis erfahrungsgemäß keinen positiven Einfluss hat. Bei Hornetten der ersten beiden Baujahre wurde zuweilen das 16-Zoll-Vorderrad gegen ein 17-zölliges getauscht. Dieser Umbau muss in den Papieren eingetragen sein. Von Honda gibt es dazu kein offizielles Gutachten.

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