Besichtigung (Archivversion) Vorsicht beim Blick in die Papiere!

Denn bei der Mille kann das Auseinanderfallen von Bau- und Erstzulassungsjahr spürbare Folgen haben. So sind beispielsweise noch 2003 Maschinen zugelassen worden, die bereits vor der umfangreichen Modellpflege im Jahr 2001 gefertigt wurden. Ab diesem Baujahr läuft der 60-Grad-V2 deutlich kultivierter, glänzt mit perfekter Gasannahme, sanfteren Lastwechseln und peitscht bei niedertouriger Fahrt deutlich weniger mit der Kette. Dazu gesellen sich bessere Bremsen mit spürbar mehr Biss und eine deutlich gesteigerte Handlichkeit. Optisch blieb dagegen vieles beim Alten: Eine 2001er-Mille ist von der 1998er-Version auf den ersten Blick nur schwer zu unterscheiden (siehe Kasten Modellpflege). Generell gilt der Motor der Mille als zuverlässig und standfest – regelmäßige Wartung, erkennbar an einem lückenlosen Scheckheft, vorausgesetzt. Ein genauerer Blick sollte den Bremsscheiben in Sachen Verzug gelten, weitere Probleme hat bisweilen der Anlasserfreilauf bereitet. Sollte Zubehör wie beispielsweise ein anderer Endschalldämpfer montiert sein, heißt es, auf die Eintragung beziehungsweise EG-Betriebserlaubnis zu achten.

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