Biker-Demo für MZ "MZ soll weiterleben"

Foto: Sternfahrt pro MZ
Etwa 200 Motorradfahrerinnen und -fahrer trafen sich am 4. Oktober in Chemnitz um ihrer Verbundenheit zum Motorradhersteller MZ Ausdruck zu verleihen. Und um zu sagen: MZ ist noch nicht tot.

Zwar wurde Mitte des Jahres vom malaiischen Eigner Hong Leong die Schließung des Traditionsunternehmens zum 31. Dezember 2008 beschlossen, doch die Belegschaft und die Fans der Marke geben nicht auf. Die Aktion sollte der Öffentlichkeit die Zuverlässigkeit und technische Reife der MZ-Produkte näherbringen. "Wir hoffen, dass der neue Investor uns sieht", so Steffen Dolina, der Veranstalter der Demonstration. Man war der Einladung der Stadtverwaltung, als Fahrtziel das Schloss Wildeck an Stelle des MZ-Werks anzusteuern, gerne gefolgt. Schließlich wollte niemand die noch laufenden und sensiblen Verkaufsverhandlungen gefährden.

Personalchef André Hunger ließ sich zu einem "wir arbeiten fieberhaft, es gibt eine ganze Menge Gespräche" hinreißen. Betriebsratmitglied Steffen Dögnitz bestätigte vier potenzielle Investoren, davon mindestens einer aus Sachsen. Alle wollen den Motorradbau weiterführen.

Die vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich gebildete Arbeitsgruppe prüft die Finanzpläne der Interessenten, um mögliche Spekulanten im vorhinein abzuwehren.

Vertreter der Belegschaft gaben mit ihrem Geschenk an Hunger und Vertriebschef Bodo Lingath ein deutliches Signal: Ein Poster vom brennenden Schriftzug "MZ lebt" vom Emmenrausch 2008.

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