Limited Edition Moto2 Bimota HB4 Wunderschönes Rennmotorrad von Bimota

Ganz in der Tradition der Nobelschmiede aus Rimini verbaut Bimota einen fremden Motor - und schon wird ein traumhafter Grand Prix-Racer draus.

Foto: jkuenstle.de

Bimota - dieser Name hat einen ganz besonderen Klang. Kult, Stil, Handwerkskunst und ein gutes Stück italienischer Idealismus schwingen darin mit. Seit 1972, als die Herren Bianchi, Morri und Tamburini außer ihren Anfangsbuchstaben auch ihr Knowhow zusammenwarfen, steht die Marke für exklusive Fahrwerke und kostspielige Motorradträume. 2010 wandte sich der Nobelhersteller wieder der großen Sportwelt zu, der er seit Jahrzehnten ferngeblieben war. Die -Moto2-Klasse - für Bimota geradezu eine Steilvorlage. Denn als spezialisierter Chassis-Bauer bediente man sich bei den Motoren schon immer bei anderen Herstellern. Warum als nicht den Honda-600-Einheitsmotor in ein sorgsam gemachtes Bimota-Drumherum stecken und wie damals bei der letzten Honda-Bimota (Bis 1985 gebaut: die HB3 mit 1100er-Motor) das HB-Kürzel wieder aufleben lassen. So wurde aus dem Honda-Bimota-Konglomerat im Gitterrohr und gefrästen Alu-Platten mit einer aufwändig geschweißten Alu-Schwinge die HB4.

Besonders erfolgreich verlief die Premierensaison 2010 mit der HB4 zwar nicht, die der beste Fahrer Rattapark Wilairot mit dem 22. Gesamtrang beendete. Aber dass das Motorrad etwas drauf hat, konnte der junge Thailänder mit einem vierten Platz beim GP in Assen deutlich machen.

Schon beim Herumgehen um die Schönheit von der Adria springt dem Betrachter die rigorose Sportlichkeit ins Auge. Schmale Formen, funktionale Nüchternheit, exklusive Racing-Teile wie die gasgedämpfte Paioli-Gabel oder das Öhlins-TTX-Federbein, Karbon überall, top Brembo-Stopper und Magnesium-Räder von OZ. Alles picobello. Da muss man draufsitzen, alles mit den Händen befühlen. Das ist Männerspielzeug, kein Zweifel. Und guck dir diesen Auspuff an, was für Brülltüten aus Titan! Fahren - wow, das wär’s! Wen beim Anblick
einer solchen Schönheitskönigin nicht die Lust packt, sollte mal den Puls fühlen - vermutlich hat er bereits keinen mehr.

Die HB4 ist sogar käuflich. Motorrad Hertrampf (www.ducatiplus.de) bietet den trocken 135 Kilogramm leichten Racer ganz exklusiv an. Aber Achtung: Jetzt droht wirklich der Herzinfarkt. Die Moto2-Bimota mit getuntem CBR 600-Motor, Traktions- und Launch-Control, Datarecording mit diversen Sensoren, Kit-Kabelbaum, MoTec ECU und vielen exklusiven Teilen mehr kostet schlappe 169 000 Euro. Welch ein Trost, dass die Mehrwertsteuer schon drin ist und sogar zwei Rennstreckentage mit Einweisung sowie der nötige Service für ein Jahr gratis -locken. Aber auch diese Bimota wird für die meisten von uns ein Traum bleiben. Aber was für einer!

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Technische Daten

Antrieb

Vierzylinder-Reihenmotor, 4 Ventile/Zylinder, 103 kW (140 PS), Drehmoment: k. A., 599 cm3, Bohrung/Hub 67,0/42,5 mm, Verdichtungsverhältnis k. A., Zünd-/Einspritzanlage, 40-mm-Drosselklappen, Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, HRC-Kit-Kabelbaum

Fahrwerk
Gitterrohr-Stahlrahmen mit gefrästen Alu-Platten, Lenkkopfwinkel: 66,5 Grad einstellbar, Nachlauf: k. A., Radstand: 1460 mm. Upside-down-Gabel, Ø Gabelinnenrohr: 43 mm. Zentralfederbein direkt angelenkt, voll einstellbar.

Federweg vorn/hinten
125/120 mm Räder und Bremsen Magnesium-Schmiederäder, 3.75 x 17"/6.00 x 17", Reifen vorn: 125/80 ZR 17, hinten: 195/65 ZR 17. Bereifung: Dunlop Moto2. 300-mm-Doppelscheibenbremse mit Brembo-P4.34/38-Monoblock-, 218-mm-Einzelscheibe mit Brembo P2.30-Zange Hinterradleistung im letzten Gang k. A. Höchstgeschwindigkeit k. A.

Preis
169 000 Euro

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