Bimota YB 8-Umbau (V) (Archivversion) Total normal

Begonnen hat alles mit einem Sturz. Als Albrecht Zimmermann beim Training auf der Rennstrecke im tschechischen Brünn 1994 der Asphalt ausging, war mit seiner Bimota YB 8 kein Staat mehr zu machen. Kaum hatte sich der 55jährige Werkzeugmacher aus dem Kiesbett hochgerappelt und den Schaden an seinem italienischen Supersportler - zerfetztes Monocoqueteil, zerbrochene Verkleidung - begutachtet, stand sein Entschluß fest. »Die Originallackierung des Edelbikes aus Rimini war mir zu unruhig. Ich wollte etwas Bodenständigeres, aber trotzdem Einmaliges.« Da mit der schwarzen Lackierung des Rahmens die Diagonale zwischen Lenkkopf und Schwingenlager kräftiger und weniger filigran wirkt, mußte folgerichtig auch die übrige Farbgebung schärfer konturiert ausfallen. Statt der italienischen Nationalfarben Grün, Weiß, Rot herrschen jetzt ein dominantes Dunkelrot und Schwarz vor. Mit einer dicken weißen Zierlinie umrandete Sichteile sollen unterstreichen, daß das Material von Monocoque und Verkleidung aus Karbonfaser (CFK statt der original ordinären Glasfaser) besteht. Das ganze Bike wirkt wuchtiger und gewichtiger, obwohl es zwölf Kilogramm leichter als die serienmäßige YB 8 ist. Bleibt nur zu hoffen, daß Albrecht Zimmermann das neue Design heil über die Saison bringt.

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