Blata Motard 125 (Archivversion) Minibike ganz gross

Mit qualitativ hochwertigen Pocket-bikes hat sich der tschechische Hersteller Blata seit Ende der 80er Jahre in der Rennszene der ganz Kleinen einen
Namen gemacht. Nachdem der vollmundig angekündigte Einstieg in die MotoGP-Klasse eine Luftnummer blieb, backt man jetzt kleine Brötchen in Form einer neuen, selbst entwickelten 125er. Das Selbst-
bewusstsein der Tschechen hat durch den Rennflop nicht gelitten, denn die Leistungsangabe von 20 PS ist für einen luftgekühlten, vergasergesteuerten Zweiventil-Single in Euro-3-Zeiten ein starkes Wort.
Ein Fünfganggetriebe kümmert sich um den Kraftfluss zum Hinterrad, eine Ausgleichswelle um ruhigen Lauf. Das Design der als Supermoto sowie Enduro ange-
botenen 125er und besonders die fast
unsichtbare Auspuffführung erinnern stark an Aprilia Supermoto SXV 450.
Wirklich bemerkenswert ist die Ausstattung: Eine Upside-down-Gabel mit
radial montiertem Vierkolben-Bremssattel, eine Schwinge aus Aluminium-Profilen sowie Alu-Felgen sind in dieser Klasse selten. Dazu kommen ein konifizierter Lenker, ein komplett digitalisiertes Cockpit sowie LED-Rücklicht und Blinker. Das Rahmenheck ist geschraubt, die Handhebel sind geschmiedet. Insgesamt also ein durchaus verlockendes Angebot für Nachwuchs-
drifter und -crosser. Das Einzige, was
den Blatas noch fehlt, sind verbindliche
Aussagen zu Preisen und Lieferterminen.
Zumindest bis Redaktionsschluss. sgl

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