BMW-Antiblockiersystem verweigert seinen Dienst (Archivversion) Ausfallerscheinungen

Es ist schon eine tolle Erfindung, so ein ABS. Wer es erst einmal gewöhnt ist, der möchte es nicht mehr missen. Doch vor allem in der kalten Jahreszeit müssen viele BMW-Fahrer aller Modellreihen zeitweise auf die Unterstützung des Blockierverhinderers verzichten. Wie bei der K 1200 RS aus dem MOTORRAD-Testfuhrpark zeigen nach dem Anlassen auch bei vielen Maschinen in privater Hand blinkende Kontrolleuchten dem Fahrer an, daß das ABS nicht betriebsbereit ist. Der Grund: In einer Selbstdiagnose überprüft das System die Bordspannung und erteilt, wenn diese zu gering ist, keine Freigabe. Denn um einen einwandfreien Betrieb zu gewährleisten, benötigt das ABS eine bestimmte Grundspannung. Ist die Batterie nicht voll geladen oder sind zu viele Verbraucher eingeschaltet, reicht die Spannung nicht aus, um das Antiblockiersystem sicher zu betreiben, folglich schaltet es sich ab. Ärgerlich, aber kein Beinbruch. Hat sich der Ladezustand der Batterie - zum Beispiel durch eine kurze Fahrt - erholt, wird durch Aus- und Einschalten der Zündung die Selbstdiagnose des ABS erneut aktiviert. In aller Regel wird nun eine Freigabe erteilt, und das System verrichtet dann wie gewohnt unauffällig seinen Dienst. Zumindest bis zum nächsten Kaltstart.

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