BMW K 1200 LT (T) (Archivversion) Das erste Mal...

Führerscheinneuling Volker Elsässer, 20, und die K 1200 LT

MOTORRAD hat mich eingeladen, an meinem ersten Tag nach Erhalt des offenen Führerscheins ein leistungsstarkes Bike zu fahren. GSX-R oder so, hab’ ich gedacht. Mit der K 1200 LT habe ich nicht gerechnet. Respekt ist völlig untertrieben. Zittrige Knie, Flugzeuge im Bauch. Ausparkängste. Auf den ersten Metern dann die gnadenlose Überraschung. Sie fährt sich
viel lässiger als gedacht. Und all die elektrischen Helferlein. Gigantisch. Bremsen, Pfadfinden, sogar rückwärts fahren. Eigentlich unverständlich, dass man noch selbst schalten muss. Ein Automatikgetriebe, womöglich mit Tiptronic-Funktion, würde hervorragend ins Konzept passen. Sehr entspannt, gefühlsmäßig weit weg vom Alltag und Fahrtwind gleitet sie durchs Land. Jeder Meter Urlaub. Am Besten mit Sozia. Bei dieser Möbelgarnitur gilt die LT trotz Hüftspeck ohne weiteres als Frauenschwarm. Denn sie ist Star auf der städtischen Showmeile. Während andere mit bestialischem Sound Aufmerksamkeit erregen, genügt der BMW ein leises Surren. Wie von Geisterhand verstellt sich die Scheibe, ungemein wichtig leuchtet das GPS. Allein ihre wuchtige Erscheinung fokussiert. In Anlehnung daran könnte das Auspuffgrummeln ruhig selbstbewusster ausfallen. Wie gesagt: Fahren prima, Show-off optimal, Handhabung extrem gewöhnungsbedürftig.

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