BMW K 1200 S (Dauertest: 50 000 km) (Archivversion)

Meine Bilanz mit der K 1200 S nach 14500 Kilometern: Der Motor ist eine Wucht. 1a. Das Getriebe? Na ja, man gewöhnt
sich daran. Manchmal, wenn man gerade an einer beliebten Fußgängerstraße steht, ist es dagegen etwas peinlich. Ansonsten
bin ich total zufrieden, gerade auf langen Etappen ist es ein super
Motorrad. Bei 10000 Kilometern wurde die Batterie erneuert,
bei 13000 Kilometern der rechte Blinkerschalter (Blinker ging bei
Regenfahrten von alleine an). Die Steuerkette wurde ebenfalls nachgespannt (lautes Rasseln beim Anlassen). Als Nächstes
werden die Griffgummis erneuert, die jetzt total abgenutzt sind.
Torsten Werner
Mit Spannung verfolgte ich den Dauertest der K 1200 S bei Ihnen und teilen Ihnen gerne meine Eindrücke nach 18000 Kilometern mit zwei Modellen mit. Von Anfang an war ich von dem fast perfekten Konzept dieses Sporttourers überzeugt. Leider aber gibt es in der Praxis nicht nur Licht, sondern auch Schattenseiten an diesem Fahrzeug. Bei meiner ersten K 1200 S (Mai 2005) traten nach der Einfahrphase rasselnde Motorgeräusche, krachende Schaltung, Konstantfahrruckeln und unkultivierter Motorlauf auf. Der Tachometer fiel aus, die beladenen Sportkoffer öffneten sich selbständig. Der Service war zu dieser Zeit mit der Mängelliste überfordert und konnte keine vollständige Abhilfe schaffen. Nach 10000 Kilometern in der Saison 2005 gab ich das Fahrzeug genervt und vor allem enttäuscht an BMW zurück. Im April 2006 nahm
ich einen neuen Anlauf. Die zweite, bis auf das Navi voll ausgestattete
K 1200 S bescherte mir bis heute 8500 zufrie-
dene Kilometer. Was für
ein Quantensprung bei Qualität und Verarbeitung. Der einzige außerplanmäßige Werkstatt-
aufenthalt fand bei Kilometerstand 6316 statt. Der Fußbremshebel klemmte und wurde getauscht und der Steuerkettenspanner aufgrund von Klappergeräuschen nach dem Motorstart überarbeitet. Das breite Einsatzspektrum dieses Motorrads fasziniert mich
immer wieder von Neuem. Sportliche Gangart oder entspanntes Touren – souverän, komfortabel und vor allem sicher, garantiert
meine K 1200 S nach jeder Ausfahrt ein breites Grinsen im Gesicht.
Sven Rieger, Berlin
Seit März 2005 bin ich begeisterter K 1200 S-Fahrer. Seitdem bin ich knapp 24000 Kilometer gefahren. Hervorragend finde ich das Fahrwerk. Noch nie habe ich mit einem Motorrad
so sicher bei hohen Geschwindigkeiten auf allen Straßen von der Autobahn bis zur kleinsten Ortsverbindungsstraße gefühlt. Dazu die extrem guten Bremsen, die mich immer wieder begeistern und dank ABS auch in kritischen Situationen schnell für Entspannung sorgen. Jetzt zu den unangenehmen Seiten: Ab Kilometerstand 6000 sprang des Öfteren der fünfte Gang raus. Mit der Nieder-
lassung Nürnberg wurde vereinbart, dass im Winter 2005/2006 das Getriebe getauscht werden sollte. Im Oktober 2005 war die 10000er-Inspektion fällig. Beim Ölwechsel wurden Metallspäne an der Ölablassschraube gefunden. Als Ursache wurde die Kupplung vermutet. Daraufhin wurden Kupplung und Getriebe gewechselt. Eine Woche später gab die Maschine ein schleifendes Geräusch von sich. Jetzt wurde die Ölpumpe gewechselt. Als ich die Maschine abholte, wurde mir mitgeteilt, dass auch die Hinterachse getauscht worden sei, weil diese sich beim Drehen nicht normal angehört hätte. Ab zirka 13000 Kilometern war beim Starten
ein rasselndes Geräusch von der Steuerkette zu hören, das nach
dem Warmlaufen rasch verschwand. Je näher die 20000er-Marke rückte, desto lauter wurde dieses Geräusch. Am Ende war es selbst bei 3000/min noch zu hören. Die Ganganzeige funktionierte nicht mehr richtig (eigentlich schon seit Einbau des zweiten Getriebes). Die Kupplung gab bei Schnellstarts an Ampeln nach dem Einkuppeln ein scheppernd-krachendes Geräusch von sich. Ende Juli 2006 gab ich die Maschine mit diesem Befund zum 20000er-Service ab. Es wurde eine neue Ganganzeige eingebaut. Ein
neuer Kettenspanner beseitigte die Rasselgeräusche nicht. Neue Gleitschienen auch nicht. Eine neue Steuerkette sorgte dann für Ruhe. Die K 12000 erhielt außerdem eine neue Kupplung – die
die gleichen Symptome zeigte. Nach nur 200 Kilometern versagte das Getriebe total. Die Gänge gingen nur noch mit Gewalt rein. Der Werkstattleiter sagte, das Getriebe sei völlig hinüber. Es wurde ausgetauscht. Nach nur 1500 Kilometern sprang der dritte Gang unter Last raus. Die Maschine stand eine Woche in der Nieder-
lassung Nürnberg, bevor BMW München einem Austausch zustimmte. Dann hieß es, das Getriebe habe drei Wochen Lieferzeit. Da habe ich die Maschine geholt und bin eben ohne dritten Gang gefahren. In München wurde mir unterstellt, ich sei des Schaltens nicht mächtig. Seit 28 Jahren fahre ich Motorrad, ein Getriebe habe ich noch nicht kaputt gekriegt.
Mein Fazit: Die K 1200 S ist ein super Motorrad. Allerdings hätte BMW zwischen Motor und Hinterrad zehn Kilogramm mehr verbauen sollen, den die 167 PS wollen auch weitergeleitet werden. Immerhin versprach die BMW-Werbung: »Face the power«.
Martin Bauer
Ich fahre eine BMW K 1200 S, Baujahr September 2004,
Kilometerstand zirka 21000. Seit ich sie habe, wurde dreimal die
Kupplung gewechselt, einmal das Getriebe, einmal die komplette Gabel (Haarrisse), Bremsen vorn. Noch offen ist die Reparatur der
Steuerkette. Die Krönung war, das BMW für den Wechsel des Getriebes inklusive Wartezeit sechs Wochen gebraucht hat. Auf eine
Entschuldigung von Seiten BMW in München warte ich bis heute.
Leider, wie Sie sehen, nichts Positives. Sicherlich hat das Motorrad seine Vorzüge, was aber eindeutig der geringere Anteil ist.
Andreas Quast
Ich fahre seit 1952 BMW, beginnend mit der R 67/2 über die
R 65, die K 100 RS, K 1100 RS, K 1200 RS bis jetzt zur K 1200 S. Ein faszinierendes Motorrad, das jedoch schwerwiegende Mängel im Bereich Schaltung/Lastwechsel hat, die ich bei den vorherigen Fahrzeugen nicht kannte. Nach weiteren Mängeln – festgebranntes Anlasserrelais, schlechter Geradeauslauf (Pendeln), Kühlmittel-
verlust – tauschte ich dieses
Motorrad bei 8000 Kilometern
für 4600 Euro Aufpreis gegen eine neue K 1200 S. Mit diesem Motorrad gab es auf bislang 5000 Kilometern keine Störungen. Nach wie vor tritt jedoch das bekannte Schieberuckeln
bei 1800 bis 2000 Umdrehungen auf, ebenso die Schläge im
Getriebe (Gang eins bis drei)
und heftige Lastwechselreak-
tionen im Kardan. Ansonsten
ist die K 1200 S ein traum-
haftes Motorrad mit besten
Fahreigenschaften.
Heinz Becker, Darmstadt

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