BMW K 1200 S (Dauertest: 50 000 km) (Archivversion)

...zur Getriebeproblematik.
Grundsätzlich haben wir mit dem Getriebe
kein Qualitätsproblem. Die Geräuschsituation
vor allem beim Einlegen des ersten Ganges
gefällt uns auch nicht, ist aber zum Teil konzeptbedingt, denn die Kombination von großer
Motorleistung, dem starren Durchtrieb des
Kardanantriebs und dem Leichtbau des Antriebsstrangs ohne schwere Dämpferelemente stellt hohe konstruktive Herausforderungen. Die
Funktion des Getriebes ist im übrigen tadellos. Natürlich kann es trotzdem in Ausnahmefällen
zu einem Schaden kommen, wobei angemerkt werden muss, dass einige Getriebe vor Ort
sicher getauscht wurden, ohne dass dieses
unbedingt notwendig war. Trotzdem sind wir mit dieser Geräuschsituation natürlich alles andere
als zufrieden und arbeiten hart an einer Lösung. Dazu gehört zum Beispiel im Modelljahr 2007
eine andere Spreizung der Gänge eins bis drei.
Der erste Gang ist länger, der Abstand zum zweiten und vom zweiten zum dritten Gang geringer,
was sich im Fahrbetrieb auch positiv auswirkt.

...zur rupfenden Kupplung.
Das Thema ist bekannt, und wir haben auch reagiert. Seit Kalenderwoche 9/2006 mit der Markteinfüh-
rung der K 1200 GT wird bei allen K-Modellen eine konstruktiv geänderte Kupplung eingesetzt, bei der
die Rupfneigung deutlich reduziert wird. Außerdem haben wir seit dem Modelljahr 2006 eine Initial-
beölung eingeführt – das heißt, die Lamellen werden vor der Montage mit Öl benetzt –, die ebenfalls
diesem Zweck dient.
...zur harten Gasannahme und zum Konstant-
fahrruckeln.
Seit der Kalenderwoche 50/2005 kommt eine
geänderte Software mit verbessertem Komfortverhalten zum Einsatz. Die Gasannahme gestaltet
sich dadurch weicher, was aber keinesfalls zu einem Leistungsverlust führt, wie ihn manche Kunden
subjektiv empfunden haben. Diese Software wurde auch Kunden älterer Modelle, die Probleme mit
einer zu harten Gasannahme oder Konstantfahr-
ruckeln hatten, aufgespielt. Beides sollte danach kein Thema mehr sein.

...zur schnarrenden Steuerkette nach Anlassen des Motors.
Der im K-Motor verwendete hydraulische Steuer-
kettenspanner benötigt einen entsprechend hohen Öldruck, der unmittelbar nach dem Start noch
nicht vorhanden ist. Dafür hat dieses System den Vorteil, extrem wenig Verschleiß zu erzeugen,
wie er bei einer normalen Rastung des Spanners aufträte. Die Geräuschentwicklung nach dem
Start ist daher absolut unbedenklich. Soll trotzdem
Abhilfe geschaffen werden, empfehlen wir das Unterlegen mit Scheiben, wie es ja auch bei Ihrem Dauertester geschehen ist.

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