BMW nimmt Stellung ... (Archivversion)

... zum Verschleiß an den Kolben und den Laufspuren an Kolben und Zylindern.
Die gefundenen Laufspuren sind nur optische Unschönheiten, hinsichtlich der Maße war die Zylinderlaufbahn in Ordnung. Die Leistungsmessung und auch die überzeugenden Fahrleistungen belegen diese Feststellung. Beobachtet wurde diese Erscheinung relativ spät im Entwicklungsablauf dieses Aggregates bei intensivem Winter- und Kurzstreckenbetrieb in den BMW-eigenen Dauererprobungen. Deshalb wurde sofort nach Erkennen der Auffälligkeit unmittelbar nach Serieneinsatz eine Beschichtung des Kolbens eingeführt, um die optisch unschönen Laufspuren zu eliminieren. Das von MOTORRAD gefahrene Fahrzeug war im ersten Baulos, bei der diese Beschichtung noch nicht eingesetzt wurde. Mit Einführung der Kolbenbeschichtung gibt es diese Laufspuren nicht mehr.

... zu den Pittingspuren am Zahnradpaar des sechsten Gangs.
Aus den BMW-Erprobungen sind Pittings an Zahnrädern nicht bekannt, die hier gefundenen Pittings sind für den weiteren Betrieb als nicht kritisch zu bewerten. Zur genauen Analyse der Pitting-Stellen und deren Ursache müsste das Zahnrad im Werkstofflabor bezüglich Grundwerkstoff und Wärmebehandlung analysiert werden.

... zu den Laufspuren an der Schaltwalze.
Die leichten Rastpunkte sind nach dieser Laufleistung bekannt, daraus entstehen keine Funktionsnachteile.

... zur Korrosionsbeständigkeit der Schrauben.
Die Umstellung der Schrauben auf eine Chrom-6-freie Beschichtung mit dem Serieneinsatz bei der F 800 S erforderte bei den Schraubenherstellern erheblichen Qualitätsbetreuungsaufwand. Mittlerweile sind die anfänglichen Probleme im Griff – BMW wird diesbezüglich kulant auf Beanstandungen reagieren.

... zu den Druckstellen am Lager der Getriebeeingangswelle.
Hierbei hat sich nicht das Lager in seinem Sitz gedreht, sondern es hat sich nur die Lastzone des Lagers im Gehäusesitz abgezeichnet. Das Lager kann unbedenklich wieder im Gehäuse verbaut werden.

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