BMW R 1100 GS (Archivversion)

1994 brach bei BMW das Zeitalter der Moderne an. Nach letzten Zuckungen verabschiedete sich der betagte Zweiventil-Boxer aufs Altenteil. Die R 1100 GS erblickte das Licht der Welt und schaute fortan stollenrädrig von hoher Warte auf die Konkurrenz. Und sie polarisierte: Die eigenwillige Entenschnabeloptik fand entweder Bewunderer oder Verächter. Gleichgültig war sie keinem Biker. BMW erfand die Marktnische der großvolumigen Reiseenduros zwar nicht neu, hauchte ihr aber neues Leben ein. Besitzer großkalibriger Straßenmaschinen entschieden sich für das Multitalent GS und vermehrten die Fangemeinde auf fast 36000. Kein Wunder, kann die R 1100 GS doch fast alles: Touren und Kurven auf festem Grund, im Schotter surfen und dabei noch jede Menge Gepäck und Equipment für die Andenpassüberquerung mitschleppen. Klassenbeste wurde sie alsbald, bis ihr erst fünf Jahre später die Honda Varadero das Wasser reichte. Ihr luft-/ölgekühlter 1100er-Boxer mit Einspritzung, längslenkergeführter Gabel, Kardan in Paralever-Schwinge, ABS-Bremse auf Wunsch und geregelter Kat, 80 PS stark. Das war der Stoff, aus dem BMW-Fahrers Träume sind. Bis Gutes durch noch Besseres ersetzt wurde: R 1150 GS heißt seit 1999 die Modellgepflegte. Der sei eine mindestens so große Beliebheit vorausgesagt. GS: ein Meilenstein in der BMW-Modellgeschichte.

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