BMW R 1100 RS (Archivversion)

Baujahr 1995,79200 Kilometer, Vorbesitzer, 2999 Euro

Mit leichtem Stirnrunzeln dachte ich an die 999-Euro-Bikes zurück. Damals hatte ich mir mit der stark angeschlagenen Yamaha FJ 1100 richtig viel Arbeit angelacht und konnte erst Monate später an den Start rollen. Dieses Mal keine Experimente. Ich wollte Freude am Fahren, vom ersten Augenblick. Schnell im Geiste durchgeblättert: Ja, eine BMW R 1100 RS mit dem Vierventil-Boxer und Telelever-Fahrwerk, die könnte es werden. Nur nicht in Rot. Das bleibt den Italienerinnen vorbehalten. Im Budget von 3000 Euro ist das Angebot überschaubar. Die Blaue könnte sich noch als echter Glücksgriff erweisen, verbrachte sie doch ihr bisheri-ges Leben in einer Familie, die ihre hohe Affinität zu den Weißblauen weder verbergen kann noch will. Die letzte große Inspektion ist gerade mal 1000 Kilometer her. Der Motor läuft rund, sauber und mechanisch leise, das Technoflex-Fahrwerk arbeitet hart, aber herzlich. Zuschlag bei 2999 Euro. Und Plan erfüllt: Die BMW wurde als Erste zugelassen.

Daten
Zweizylinder-Boxermotor, 1085 cm3, 66 kW (90 PS), Gewicht 246 kg, Zuladung 204 kg, Tankinhalt 23 Liter, Sitzhöhe 780 bis 820 mm, Höchstgeschwindigkeit 217 km/h, Verbrauch Landstraße 6,0 Liter/100 km (Super)
Plus
Komfortable und tourentaugliche Sitzposition auch für den Sozius; Sitzhöhe und Lenkerhälften einstellbar; mit G-Kat und ABS zeitgemäßer technischer Standard
Minus
Durch Telelever gewöhnungsbedürftiges Fahrverhalten; schlecht schaltberes Getriebe; teilweise ausgeprägtes Konstantfahrruckeln


„Ich habe nach einem Moped gesucht, mit dem man zu zweit menschenwürdig und flott auch längere Strecken zurücklegen kann. Und das auch mit Koffern noch ansehlich ist. Das größte Problem war, eine R 1100 RS zu finden, die nicht rot ist. Dieses Blau ist doch wirklich abgefahren.“

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