BMW R 1100 S (VT) (Archivversion) Die Hall of Fame: Erfolgreiche Ahnen

Dieses Trio bot Reihenvierern aus Japan Anfang der Siebziger erfolgreich die Stirn

Ein denkwürdiger Tag, der 23. April 1972: Paul Smart gewinnt mit seiner Ducati 750 SS die 200 Meilen von Imola, bügelt die versammelte Weltelite. Grund genug für das Werk, eine käufliche Rennreplica anzubieten: Als erste Ducati mit 90-Grad-V-Motor verfügt die vom legendären Fabio Taglioni konstruierte Maschine über eine desmodromische Ventilsteuerung. Der Königswellen-V2 leistet 73 PS bei 8000/min. Trotz eines Leistungsmankos von rund zehn PS rennt sie dem mit 210 km/h bis dato schnellsten Serienmotorrad, der Kawasaki Z 900, um 6 km/h davon.Und auch die andere Italienerin war dazu auserkoren, bei den prestigeträchtigen Rennen in Imola und Monza mitzuhalten. Die Moto Guzzi V7 Sport wurde Ende 1971 vorgestellt, hatte mit der pummeligen, dafür nicht gerade üppig motorisierten V7 nicht mehr als den Motor gemein: einenV2 eben. Noch mit Duplex-Trommelbremsen ausgestattetet, konnte sie aber weder an die 750 SS noch an die BMW R 90 S je so ganz heranreichen. Die Bayerin galt bei ihrer Präsentation Ende 1973 für BMW-Fans nämlich schlichtweg als Sensation. Erste BMW mit Scheibenbremsen, erster Boxer, der die 200-km/h-Schallmauer knacken sollte – versprach BMW ein wenig vorschnell. Daß sie knapp daran scheiterte? Die Fans nahmen es ihr nicht übel. Ebensowenig, wie das komfortbetonte weiche Fahrwerk. Koni und das Werk selbst halfen Sportfahrern mit strafferen Federbeinen und Gabelfedern auf die Sprünge.

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